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10.12.07

Meine Güte, ich bin müde! Waren das Wochenende auf unsrer Chorreise … Eigentlich wollte ich ja ausgeschlafen losfahren und da ich letzte Woche schon ziemlich müde war, hab ich Freitag, als ich aus der Schule kam, erstma ne Weile geschlafen. Viertel 6 war ich wieder wach, aber da musste ich schon fast los, denn es war ein Grundschulchorkonzert und unser Chorleiter hatte nach Leuten gefragt, die etwas helfen könnten, wo ich mich gemeldet hatte. Nicht nur, dass ich Kinder mag – es gibt auch noch Bonuspunkte. Jedenfalls dachte ich mir, Sachen packen und Kekse fürs Wochenende backen kann ich auch noch nach dem Konzert, denn das sollte nur bis halb oder um acht gehen. War ganz lustig, ich hab Flyer ausgeteilt und den Kindern nach dem Konzert beim Treppen Runtergehen geholfen, als sie von der Bühne kamen, wo sie Fotos mit dem Weihnachtsmann schießen lassen konnten … Jedenfalls war Cole da, weil seine kleine Schwester dort im Chor gesungen hat, und der meinte, ob ich nicht nach dem Konzert mit Dalton, Kristin und ihm Lust aufn Filmabend hätte ... Als ich kurz vor 12 heimkam, hab ich dann natürlich keine Kekse mehr gebacken, nur noch schnell meine Sachen fürs Wochenende gepackt. Und so besonders ausgeschlafen war ich am nächsten morgen um 6 nach 5 Stunden Schlaf auch nicht gerade … Na gut, dafür konnte ich im Bus schlafen, was sowieso fast jeder gemacht hat.

Auf dem Hinweg waren zwei Konzerte geplant. Da das Erste allerdings draußen stattfinden sollte und es die ganze Zeit genieselt hat, wurde es gestrichen, denn erstens wär die ganze Elektronik kaputt gegangen und zweitens wären da eh keine Leute dagewesen. Mehr Zeit zum Shoppen, auch gut^^ Das Zweite war innerhalb eines Kinos und Einkaufzentrums, was ganz gut geklappt hat. Die nächste Pause haben wir bei so ner Art Weihnachtsmarkt eingelegt … also nicht, dass jetzt jemand denkt, irgendwo in Amerika gibt es so nen schönen Weihnachtsmarkt wie in Leipzig! Eigentlich war es eher ne „Weihnachtsstadt“, denn dort gab es keine Stände, sondern Läden, aber so voll mit Weihnachtskram, das hab ich noch nie gesehen. Der eine Laden zum Beispiel bestand aus fünf Räumen, jeder mit n paar Weihnachtsbäumen drinne und diese mit Hunderttausenden von Weihnachtsbaumdekorationsdingen vollgehangen. Da geht man von Baum zu Baum und sucht sich Anhänger raus – wow.

In Branson angekommen, hatten wir ne Weile Zeit in der Stadt rumzulaufen – also die Städte hier kann man nicht wirklich mit deutschen Städten vergleichen. Es gibt zwar die ganzen Läden und so, aber da man als Amerikaner ja keinen Schritt zu viel macht, sind die alle weit genug voneinander entfernt, dass man mit dem Auto von Geschäft zu Geschäft fährt. Fußgängerzonen findet man kaum. In Branson allerdings gibt es einen Teil, wo keine Autos fahren und man bummeln gehen kann - dort waren wir. Die Luft war zwar ziemlich feucht, aber zum Glück hat es nicht angefangen zu regnen.

Als wir dann schließlich irgendwann in unserer Unterkunft ankamen, waren wir super positiv überrascht: die Zimmer waren echt schön, eher kleine Wohnungen mit ner Kombination aus Küche und Stube und dann zwei Schlafzimmer mit je einem Bad dazu. Die Heizung, Klimaanlage oder was auch immer war dafür allerdings total bescheuert, denn die hat mich irgendwie wieder krank gemacht. Gerade ist meine Bronchitis vorbei, krieg ich Schnupfen :/

Sonntag war frei, also kein Konzert. Wir konnten ausschlafen und wollten dann eigentlich im Regen schwimmen gehen (die hatten dort beheizte Pools), allerdings durften wir nicht alleine und keiner der Erwachsenen hatte Lust, sich in den Regen zu setzen und uns zu beaufsichtigen. Na ja, hab ich halt meine Familie (die Deutsche) angerufen. Wir haben dann irgendwie erfahren, dass in Vienna n Eissturm war und die dort Stromausfall hatten.

 

Nachmittags sind wir dann nach Silver Dollar City gefahren, das ist wie ne kleine Stadt, man bezahlt Eintritt und kann dann kostenlos Karussells fahren und sich verschiedene Shows anschauen. Außerdem gibt’s ne ganze Menge kleiner Läden, zur Zeit hauptsächlich mit Weihnachtssachen und Süßigkeiten. Etwas schade war, dass wegen des nassen Wetters fast alle Karussells geschlossen waren, dafür sind wir aber mit dem Einen ganz tollen immer und immer wieder gefahren. Wir konnten in Gruppen hingehen wo wir wollten, da es aber eine Chorreise war, sollten wir uns während unsres Aufenthaltes drei Shows anschauen: „Charles Dickens Christmas Carol“ (Die Geschichte mit den drei Geistern der Weihnacht) und zwei unserer Wahl.

Ich bin die ganze Zeit mit Jeane, Misti, Alex und Zac rumgelaufen und es war ziemlich lustig. Es ist wirklich ne hübsche kleine „Stadt“. Richtig schön wurde es allerdings erst mit Einbruch der Dunkelheit: Alle Hütten, rumstehenden Figuren und einige Bäume sind mit Lichterketten behangen, die dann alle leuchten. So sieht man eigentlich kein kleines Häuschen an sich mehr, sondern ein Haus aus Licht – es ist wundervoll. Das beste ist der riesige Weihnachtsbaum, der bestimmt so groß ist wie der in der Mitte unseres Weihnachtsmarktes in Leipzig, wenn nicht noch größer – jede Stunde oder so findet dort eine Licht- und Musikshow statt, sowas hab ich in meinem Leben noch nicht gesehen. Ich denke besser nicht drüber nach, wie viele Tausend Lichter in dem Baum sind. Es werden Weihnachtslieder gespielt und im Rhythmus ändern sich Farben und Formen des Baumes. Mal ist er ganz blau, dann senkrecht grün-orange gestreift, dann waagerecht blau-weiß gestreift und im nächsten Moment komplett rot oder gar kariert. Die schaffen es sogar, dass die Muster sich bewegen, also zum Beispiel dass die Quadrate im karierten Muster permanent um den Baum wandern. Auch die amerikanische Flagge war immer mal zu sehen – der Stern ganz oben weiß, die Spitze des Baumes blau und der Rest rot-weiß gestreift. Es war total beeindruckend!

 

Gestern Abend haben wir noch Fluch der Karibik 3 geguckt und unsere Sachen gepackt und dann war es schon heute früh und wir wurden um 7 knallhart aus den Betten geschmissen. Mr. Hobson hatte mit dem Gedanken gespielt, wegen des Wetters noch einen Tag länger zu bleiben, aber nachdem er irgendnen Straßendienst angerufen hatte und die meinten, die Highways seien sicher zu befahren, haben wir und doch auf den Heimweg gemacht. Nur kleinere Straßen müssen ziemlich vereist gewesen sein, die Leute in Vienna hatten keine Schule, was ich ganz gut fand, denn so haben wir Chorleute keinen Tag verpasst und hatten nichts nachzuholen. Auf jeden Fall war für den Heimweg noch ein Konzert in einem Altenheim nicht weit von Branson geplant und das war richtig gut. Nicht nur, dass alles bestens geklappt hat – die Leute haben sich so gefreut, einige hatten Tränen in den Augen und selbst eine der Pflegerinnen hat geweint, weil sie meinte, sei hätte einige der Leute noch nie so glücklich gesehen und sie war uns so dankbar, dass wir für sie gesungen hatten. Für uns war es ja eigentlich nur ne Kleinigkeiten, aber wir haben denen so ne Freude gemacht, ich war richtig froh, dass wir das Konzert dort hatten.

Die Heimfahrt verlief ziemlich ruhig, die meisten Leute haben größtenteils geschlafen. Ken hat Jeane und mich von der Schule abgeholt, als wir da waren, denn Mom war ja auf Arbeit. Wir haben nur schnell unsere Sachen heim gebracht und sind dann zu Ken und Regina, wo Sarah auch schon war. Es ist zwar sicherlich nicht gerade n vorbildlicher Wunsch, aber ich hoffe, dass wir bald nochmal nen Eissturm haben, denn ich hatte keine Zeit Fotos zu schießen, aber es sieht einfach wunderschön aus. Als ich meine Familie kurz angerufen hab, meinte Omschi, dass sie sich es vorstellen kann, aber selbst Mum konnte sich nicht mehr an den letzten Eissturm bei uns erinnern, denn da war sie nur vier Jahre oder so. Es hängen keine normalen Eiszapfen rum, sondern alles ist in Eis eingehüllt – jeder Draht eines Zaunes, selbst jede einzelne Nadel an nem Nadelbaum.

Mom kam nach Arbeit auch zu Ken und Regina, wir ham zusammen Ambrot gegessen uns sind dann nach Hause, wo Jeane und ich angefangen haben, Plätzchen zu bemalen. Sarah kam von Zeit zu Zeit, um sich welche zu klauen, und stellte fest, dass wir die langsamsten Plätzchenbemaler sind, die sie je gesehen hat, aber dafür sahen die auch ganz toll aus.
2.1.08 23:21


14.12.07

Schneeeeee!!!! Also erstma war heute Abend (na gut, inzwischen isses gestern, aber egal) noch was anderes Tolles: Ich hatte meinen Laptop mit in der Jugend, weil ich dort über WLAN ins Internet kann und Omi und Opi haben sich jetzt auch ne Webcam geholt, da haben wir ne kleine Videokonferenz über icq gestartet. Vorher hatte ich natürlich angerufen und meine liebe Familie aus dem Bett geholt, denn in Deutschland war es mitten in der Nacht, kurz nach zwei. Alle fanden das ganz toll und da in meinem Laptop auch n Mikro integriert ist, hab ich mich mit ein paar Freunden vor die Kamera gestellt und ein englisches Weihnachtslied vorgesungen …

Jedenfalls sind wir so viertel 12 zu Hause gewesen und es hatte gerade angefangen mit schneien. Da es somit draußen ziemlich nass war, wollte keiner raus gehen und die Pferde füttern, bis ich Jeane vorgeschlagen hab, dass wir es zusammen machen und dann noch im Schnee rumtollen^^ Also sind wir gemeinsam raus und – das glaubt man nicht – nach ner guten halben Stunde lag schon so viel Schnee, wir haben gleich nen Schneemann angefangen – allerdings nicht zu Ende gebracht, denn der Schnee war noch viel zu frisch und ist immer wieder auseinandergefallen. Jedenfalls hat das Ganze dann in ner Schneeballschlacht geendet und nach einer und ner halben Stunde sind Jeane und ich dann total durchnässt und ziemlich frierend rein =)

2.1.08 23:22


16.12.07

Gestern war der ultimative deutsche Tag. Früh hatten wir Chorprobe in der Gemeinde und dann haben mich Ken und Regina für den Rest des Tages entführt. Regina arbeitet beim Militär und dort sind Soldaten aus aller Welt. Deshalb gibt es zwei riesige Läden mit allem möglichen internationalen Zeug, hauptsächlich Essen. Allerdings braucht man so ne bestimmte Karte um dort einkaufen gehen zu können und da Regina dort arbeitet, hat sie so eine Karte. Zuerst sind wir ins Kino gegangen und haben „Fred Claus“ angeschaut und dann in den ersten Supermarkt. Das war echt komisch, Regale voller Rittersport, Kinderschokolade, Bahlsen-Kekse, Christstolle und frag mich nicht was noch alles … und das mitten in Amerika. Dann sind wir an nem Schmuckstand vorbeigekommen, wo eine Frau gerade Lose verteilte und – ob ihrs glaubt oder nicht – ich war der glückliche Hauptgewinner, der sich n echt silbernes oder echt goldnes Armband im Wert von 40 oder so Dollarn raussuchen durfte. Ich hab eins für Ako zu Weihnachten mitgenommen, da ich selbst ja eh keine Armbänder trage. Und ich hab noch n ganz tolles Weihnachtsgeschenk für meine geliebte Katze gefunden lol n Ball, der von alleine Haken schlägt und die Richtung wechselt.

Als nächstes hat mich Regina auf n Espresso eingeladen – der war gut. Amerikanischer Espresso schmeckt glaube ungefähr wie normaler deutscher Kaffee^^ In dem zweiten Supermarkt gab es nicht nur deutsche Süßigkeiten, sondern auch Dr. Oetker Produkte, Knorr-Fertigsuppen, Kartoffelpuffer und so weiter. Es war zwar erst gegen halb 5, aber da wir kein richtiges Mittag gegessen hatten, sind wir für ein verfrühtes Abendbrot noch in ein deutsches Restaurant gegangen und haben Wiener Schnitzel mit Kroketten oder Spätzle gegessen und Ken und Regina haben für jeden ein Überraschungs-Ei mitgenommen. Das lustigste war, dass Regina immer mal mit mir deutsch geredet hat, denn sie war mal für n paar Jahre (ich glaube 3, weißes aber nicht genau) in Deutschland und findet es ganz spannend, sich an die Sprache zu erinnern.

 

Nachher haben wir Chorkonzert in der Gemeinde. Eigentlich wär das Kids Club Konzert schon letzten Sonntag gewesen und heute nur das von unserm normalen Chor, aber wegen des Eissturmes letzte Woche sind sie nun beide heute, was ich super finde, denn so verpasse ich das Kids Club Konzert nicht. Eigentlich war es wegen vereisten Straßen selbst für heute schon gestrichen worden, aber die haben sich das dann doch nochmal anders überlegt, denn die Sonne hat den ganzen Tag geschienen und wahrscheinlich ist größtenteils alles aufgetaut.
2.1.08 23:22


25.12.07

Jetzt sind wir schon seit 4 Tagen in Pennsylvania und ich dachte mir, ich könnt mal wieder was schreiben, um aus meiner faulen Phase der ganzen letzten Tage aufzuwachen. Am besten fang ich dort an, wo ich das letzte Mal aufgehört hab, was am Anfang der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien ist.

 

Jeden Tag der letzten Woche haben wir mindestens eine Halbjahresabschlussarbeit geschrieben, die es in jedem Fach gibt und die – wie der Name schon sagt – den Stoff des gesamten Halbjahres behandelt. Eigentlich waren für Dienstag drei und für Mittwoch und Donnerstag je zwei dieser Arbeiten geplant, da unsere Spanischlehrerin allerdings Donnerstag nicht da sein würde, hat sie es auf Montag verschoben. Ich dachte, diese Arbeiten würden – im Gegensatz zu allen anderen hier – wirklich schwer sein, aber das waren sie dann doch nicht. Normalerweise werden sie doppelt gewertet, aber es gibt zwei Ausnahmen: Für Schüler, die im gesamten Halbjahr keinen einzigen Fehltag haben und für diejenigen, die mindestens 95 % (was in Deutschland ner 1 entspricht) haben, zählt sie wie ein normaler Test, kann also nicht so viel ruinieren. In allen anderen Stunden, also wo nicht gerade Arbeiten geschrieben wurden, haben wir größtenteils nichts gemacht, Kekse gegessen oder Zimmer ausgeräumt, da wir ab nächstem Jahr im neuen Schulgebäude unterrichtet werden. Die neue Schule ist echt kuhl und alle sind schon voll aufgeregt, außer Mr. Byrd, der will in seinem alten Zimmer bleiben und macht das auch, solange es noch möglich ist. Im Laufe der Woche sahen alle neuen Zimmer mehr oder weniger wie Chaos aus, da wir einfach nur Bücher, Tische und Dekorationszeug rübergebracht und irgendwo mitten ins Zimmer gestellt haben, Donnerstag konnte man dann aber wenigstens einige schon als Klassenzimmer bezeichnen. Das war der letzten Schultag und der war auch noch verkürzt, sodass wir schon zwei Stunden eher als sonst (was viertel 2 ist) nach Hause konnten.

Geschneit hatte es nicht nochmal und gegen Mittwoch war der ganze Schnee weggetaut, aber Montag lag noch so viel, dass ich ne kleine Schneemauer bauen und mit Dixie, meinem Lieblingspferd, drüber springen konnte^^

 

Einige Unterschiede zwischen amerikanischem und deutschem Weihnachten hab ich ja schon erwähnt. Jetzt werde ich mal beschreiben, wie Weihnachten direkt hier abläuft. Der 24. Dezember ist Weihnachtsabend und der 25. Ist Weihnachtstag. Da der Weihnachtsmann am Weihnachtsabend durch den Schornstein kommt und die Socken füllt und die Geschenke unter den Baum legt, wenn alle schlafen, findet die Bescherung erst am 25. Statt. In meiner Familie machen wir es allerdings so, dass sich jeder ein Geschenk aussuchen darf, was er schon am Weihnachtsabend öffnet.

Wir wollten ja nach Pennsylvania fahren und da wir nicht alle Geschenke mitnehmen wollten, durften wir sie schon am Mittwoch auspacken – das war sozusagen unser Weihnachtstag. Dann haben Jeane, Sarah und ich so lange rumgebettelt, bis wir Dienstag schon das erste bekommen haben, denn das war ja dann sozusagen der Weihnachtsabend – ein Tag vor der eigentlichen Bescherung. Wir durften es uns aber nicht aussuchen, sondern Mom hat es uns gegeben und Wir haben alle drei nen MP3-Player mit 8 GB für Musik, Bilder und Videos bekommen. Das war so genial, wir haben uns übelst gefreut! Vor allem ich, denn Sarah und Jeane hatten sich einen gewünscht, ich hätte damit aber überhaupt nicht gerechnet. Mom und ich haben die sogar zusammen gekauft: Es waren noch genau Dreie übrig gewesen, Mom hatte Zwei genommen und mich dann gefragt, ob ich denke, ob Trey auch gerne Einen haben würde. So hatte sie also noch nen Dritten mitgenommen. Jedenfalls war das ganz toll, es gab sogar noch ne Hülle und n Armband dazu, sodass man, wenn man zum Beispiel rennen geht und Musik hören will, keine Hosentasche braucht. Mom hat uns die als Erstes gegeben, damit wir noch genügend Zeit haben, Musik draufzumachen, denn sie meinte, dann kann jeder auf der Fahrt nach Pennsylvania seine eigene Musik hören und es gibt keine Diskussionen. Ich hab nur gefragt, ob sie weiß, was sie sich damit eingehandelt hat – immerhin werden wir dann alle zu nem andern Lied mitsingen und sie ist diejenige, die sich das Ganze – gemischt mit ihrer eigenen Musik – anhören darf^^

Mittwoch fand dann die eigentliche Bescherung statt und – das glaubt ihr nicht – hier bekommt man so viel zu Weihnachten, ich hatte fast n schlechtes Gewissen, Mom hat für mich genauso viel ausgegeben wie für ihre „richtigen“ Kinder und das muss echt ne Menge gewesen sein – Klamotten, ne Tasche, Schmuck, CD’s ….. meine Güte

Donnerstag war ich abends mit Cole und Dalton – was neben Jeane meine beiden besten Freunde hier sind - im Kino. Eigentlich wollten paar mehr Leute mitkommen, aber dann sind die alle zum dem Basketballspiel gegangen, denn das war nicht in Vienna und die Schulleitung hatte sich dazu entschieden, einen Bus für Zuschauer – sozusagen nen Fanbus – mitfahren zu lassen. Dafür war allerdings ne Mindestanzahl an Schülern erforderlich und so waren wir halt nur zu dritt, was mich nicht wirklich gestört hat, denn es war total lustig. Die Jungs wollten es größtenteils deshalb nicht streichen, weilse noch ne Überraschung hatten. Ich dachte ja, wir würden nach Rolla fahren, aber irgendwann hab ich mal festgestellt, dass wir in Jeff City (Hauptstadt) waren. Jeder hier weiß eigentlich, dass ich Eis (genau wie Schokolade) über alles liebe, vor allem die amerikanischen Sorten wie Oreo und Chocolate Chip Cookie Teig. Jedenfalls sollte ich meine Augen zumachen und als ich sie wieder öffnen durfte, stand ich in ner riesigen Eisdiele und konnte mir aussuchen, was ich wollte^^

Wieder zu Hause, meinte Mom, Ken und Regina wären dagewesen und hätten paar Geschenke dagelassen lol selbst von Reginas Mom hab ich was bekommen – nen ganz tollen schwarz-weißen Pullover. Ken und Regina haben mir ne persönliche Bibel geschenkt, sowas habsch noch nie gesehn, das is total kuhl. Überall steht statt „Menschen“ allgemein oder so mein Name und auch die Orte sind verändert, also hier und dort findet man mal „Deutschland“ und „Leipzig“. Dann noch was Kleines für mein Zimmer und ne Kaffeemaschine xD also keine Richtige, sondern ne kleine Süße nur für mich^^ Sie besteht aus ner kleinen Mühle und nem kleinen Kännchen. Dazu gab es ein Päckchen Starbucks Kaffeebohnen, die mahle ich, muss aber aufpassen, dass es nicht ganz so fein wird wie normales Kaffeepulver. Dann Tu ich sie in das Kännchen, gieße heißes Wasser drauf und presse das Sieb runter und schon hab ich genau eine Tasse Kaffee.

Freitag früh wollten wir so zeitig wie möglich los, also so gegen 5 aufstehen damit wir um 6 aus dem Haus sind, aber das haben wir dann doch n bissl verschoben. Nachdem ich Donnerstagabend (oder eher Freitag früh) gegen halb 2 mit Sachen Packen fertig war, lief Mom noch voll beschäftigt im Haus rum – Wäsche waschen, Sachen packen, aufräumen … Also hab ich ihr noch bissl geholfen, abgewaschen und so und bevor wir dann kurz nach 3 schlafen gegangen sind, hat Mom sich dazu entschieden, keinen Wecker zu stellen und einfach aufzustehen, wenn sie das erste Mal wach wird (was nicht soo spät ist, da die Hunde ja früh rausgelassen werden müssen), da zwei Stunden Schlaf vor ner 12stündigen Autofahrt wahrscheinlich zu wenig sind.

2.1.08 23:23


26.12.07

Gestern hatte ich keine Zeit mehr das zu beenden, also schreibe ich einfach mal weiter. Jetzt sind wir wie gesagt in Pennsylvania und verbringen den Großteil unserer Zeit mit Faulenzen – was nicht schaden kann, immerhin sind das die ersten richtigen Ferien seit mehr als 4 Monaten Schule.

Bisher bin ich jeden Morgen gegen 7 wach gewesen, dann wieder eingeschlafen und konnte normalerweise nicht länger als bis halb oder um 10 schlafen – das war schon immer so. Jetzt gewöhn ich mich allerdings langsam aber sicher dran, nicht mehr vor um 2 ins Bett zu kommen und plötzlich kann ich auch bis halb 11 schlafen^^ letzten Samstag beispielsweise hab ich bis nach 3 gelesen und bin dann irgendwann überm Buch eingeschlafen. Sonntagabend sind wir zu Tante Melody, die nur 3 Minuten weg wohnt und so viele DVD’s hat, dass wir uns n ganzen Stapel ausgeliehen haben. Abby (Cousine) war auch hier und sie, Jeane und ich haben so lange gequatscht, bis wir alle 3 in der Stube aufm Boden eingeschlafen sind.

Ich könnt im Moment zum Frühstück, Mittag und Abendbrot Plätzchen essen – Mom hat so viel gebacken, ich darf bloß nicht vergessen, mir die ganzen Rezepte abzuschreiben. Gestern war endlich der 25., also Weihnachtstag und Jeane, Sarah und ich durften, sobald wir wach waren, in unsere Socken gucken, die mit CD’s, Schmuck, nem Einkaufsgutschein und ner riesen Tafel Schokolade (1/2 Pfund) gefüllt waren. Mit den anderen Geschenken mussten wir allerdings noch bis nach dem Mittagessen warten, denn dann würden erst ein paar weitere Familienmitglieder kommen, das war aber auch nicht mehr so lange hin, denn wir hatten ziemlich lange geschlafen.

Das Haus hier ist soo groß nun auch wieder nicht und es war ganz schön gefüllt: Sarah, Jeane, Mom und ich ist ja klar, Oma und Opa auch, weil die hier wohnen, Raine und James, die zur Zeit unten im Basement wohnen (Jeane und ich sind nem Fluch auf die Spur gekommen: Raine und James sind das dritte frisch verheiratete Paar, was dort wohnt und die beiden Vorigen sind geschieden – wir haben ihnen empfohlen, schnellstmöglich wieder auszuziehen), Onkel Boots, Tante Betty, Jared, Josiah, Isaac (3 Cousins) und Abby (Cousine). Nach dem Mittagessen wurden Geschenke ausgepackt und dann wurde ich offiziell als Familienmitglied anerkannt, weil ich mich tapfer in der anschließenden Papierschlacht geschlagen hab^^ Okay, stellt euch einfach nen Weihnachtsbaum vor, haufenweise Geschenke für 14 Leute drunter und wie viel Papier das nach dem Auspacken fabriziert, was dann kreuz und quer durch die Stube fliegt =) Das beste ist, dass jeder mitmacht, sogar Oma und Opa^^

Na ja und heute war Cartoon Day – ich liebe Zeichentrickfilme! Das Dschungelbuch, Glöckner von Notre Dame und Cars haben wir schon angeschaut und Aladdin und Das Schwert im Stein stehen noch auf dem Plan – wobei es schon viertel 12 ist, also wird einer der beiden wahrscheinlich auf morgen verschoben. Die ersten Tage komplett Faulenzen hab ich echt genossen, aber langsam wird’s zu viel. Wo ich gestern nun einmal mit Schreiben angefangen hatte wars gar nicht so schlimm wie befürchtet und mit dem ersten der beiden Kapitel in Mathe, die wie über die Ferien für Extrapunkte lösen können, bin ich schon fast durch. Gestern gegen Mitternacht hatte ich plötzlich Lust damit anzufangen … ^^

2.1.08 23:24


29.12.07

Gestern sind wir nach Hause gekommen und waren heute schon wieder den ganzen Tag unterwegs. Mom hat Jeane und Sarah nach Springfield geschafft, wo die beiden sich mit ihrem Dad treffen wollten, bei dem sie den Rest der Ferien verbringen werden. Ich wollte eigentlich nicht mit, denn das sind 2 Stunden Autofahrt hin und 2 wieder zurück, aber als ich gehört hab, dass Ken und Regina auch gerade heute in Springfield waren und sich dort mit Mom zum Mittagessen treffen wollten, hab ich mich doch um entschieden. Allerdings hatte ich keine Zeit mehr für Frühstück, denn ich hatte bis dahin noch im Bett gelegen und hatte dann nur knappe 20 Minuten und musste noch Haare waschen und so. Sarahs und Jeanes Dad war ungefähr ne halbe Stunde zu spät. Ken und Regina wollten Mom und mich zu Lambert’s einladen, so n ganz tolles, riesiges Restaurant. Als wir allerdings dort ankamen, meinten die, wir müssten anderthalb Stunden auf nen Tisch warten – nein danke! Ken und Mom hätten gewartet, aber Regina und ich waren am Verhungern, also sind wir ins zweitbeste Restaurant der Stadt, n riesen Italiener.

Ich hatte dran gedacht, die Gitarre mitzunehmen und so sind Mom und ich danach in einen Musikladen und haben sie reparieren lassen. (Das war Treys Gitarre, die ihm irgendjemand mal geschenkt hatte, er spielt aber nicht. Zwei Saiten waren schon gerissen und irgendwann hatte sich die Katze dazu entschieden, bissl Musik zu machen und so ist dann noch ne 3. Saite kaputt gegangen) Das ist ganz toll, ich kann mich zwar kaum noch an Lieder erinnern, aber wozu gibt’s Internet …

22.1.08 15:07


01.01.08

Frohes neues Jahr! Meine Güte, dieses Jahr fahr ich wieder nach Hause – iwie n komischer Gedanke.

Sarah und Jeane sind ja noch bei ihrem Vati und ich fands bissl doof, Ich wollte zu ner Party mit Freunden gestern Abend, durfte aber nicht, weil „zu viele besoffne Leute unterwegs sind und das ist zu gefährlich …“ na ja Ken und Regina warn hier, war auch ganz lustig.

Morgen geht die Schule wieder los, einen Tag eher als in Sachsen. Aber iwie freu ich mich, denn Schule hier ist ja eh mehr Spaß als harter Unterricht.

22.1.08 15:08


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