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13.03.08

Übermorgen geht’s endlich los! Gepackt hab ich jetzt größtenteils, allerdings fehlen noch paar Dinge (siehe Liste^^). Es ist grad so gegen 11, aber ich hab noch ne Menge zu tun: diesen Eintrag fertig schreiben und dann mein Pi-T-Shirt dekorieren …. Immerhin ist morgen Pi(e)-Day und da hab ich das eine gelbe T-Shirt, was ich eigentlich eh nie anziehe, also werde ich es zu meinem offiziellen Pi-Day-T-Shirt umgestalten. Da fällt mir auf, ich hab hier noch gar nicht erklärt, was Pi(e)-Day überhaupt ist, oder? Ich hatte mal ne Rundmail darüber an paar Leute geschrieben, denn als ich davon das erste Mal gehört hab, war ich so begeistert, dass ich das gleich mal loswerden musste … Es ist ein bissel schwer, das auf Deutsch zu erklären, aber ich denke, ich werds verständlich machen können. Das ist also Pi(e)-Day (für Omschi: Day = Tag), sprich: Pei-Day (Wer das schon kennt, kann den Abschnitt überspringen):
Es gibt ja den griechischen Buchstaben Pi und hier in Amerika gibt’s den natürlich auch, wird allerdings Englisch ausgesprochen: „Pei“. Man findet das Symbol (welches es hier auf meiner Tastatur leider nicht gibt) auf jedem Taschenrechner und es steht für eine bestimmte unendliche Zahl: 3.1415926535 8979323846 2643383271 5028841791 6939937510 5820974944 5923078164 0628620899 8628034825 3421170679 … um nur mal die ersten 100 Nachkommastellen zu nennen, die ich schon auswendig kann^^ … nee inzwischen kann ich 300 (O auf Europäisch wäre es ja eigentlich 3,14159…=))
Dann gibt es – nicht wundern, das hat mit dem vorigen Absatz jetzt erstmal gar nichts zu tun – diesen typisch amerikanischen „Kuchen“, der heißt Pie, was man auch wie „Pei“ ausspricht. Kleine Anmerkung: Ich liebe Pies und wenn ich wieder da bin, werd ich garantiert immer mal eins machen. Es ist Teig, den man dünn in einem tiefen Teller ausrollt und dann kommt eine Füllung rein (Ich mag Apfel, Pfirsich, Kirsch und Waldbeer (also Himbeer oder Blaubeer oder Brombeer oder alles zusammen) am liebsten) und oben drüber Streusel oder nochmal Teig oder nur Teigstreifen, sodass man ein Muster hat … da kann man kreativ sein. Dann wird es gebacken und frisch und warm ist es natürlich am besten. Wichtig ist: Es ist rund.
Okay und nun kann man diese beiden Dinge kombinieren und schon weiß man, was es mit dem Pi(e)-Day auf sich hat: Es ist der 14. März, denn hier in Amerika wird das Datum andersrum angegeben als bei uns – erst der Monat, dann der Tag. So ist der 14. März nicht der 14.3. sondern der 3.14. und siehe da, das sind die ersten drei Ziffern der Zahl Pi: 3.14 … Jetzt haben Mrs. Starr (meine Mathelehrerin) und Mrs. Kleffner (die andere Mathelehrerin unserer Schule) vor 10 Tagen in jeder ihrer Stunden Blätter ausgeteilt, wo die ersten 1000 (!) Nachkommastellen dieser unendlichen Zahl draufstehen (Da sei vielleicht noch hinzugefügt, dass das so ne unendliche Zahl ist, wo sich nicht nach ner Weile alles wiederholt) und jeder kann, wenn er will, so viele wie möglich lernen. Am Pi(e)-Tag dann bekommt der, der die meisten aufsagen kann, irgendwas – erster Platz: ne Pizza, zweiter Platz: hab ich vergessen, dritter Platz: 3 Dollar 14^^ Das ist jedenfalls das beste an der ganzen Sache: an diesem Tag kann jeder Pies mitbringen, die wir im Unterricht essen dürfen – und nicht nur das: Alles was rund ist, zählt, also auch Pizza, runde Kuchen, runde Kekse und so weiter … den gesamten Tag findet kein Matheunterricht statt, sondern nur Pie essen und Pi aufsagen =) deshalb hab ich auch 300 Stellen gelernt, so ne kostenlose Pizza wär schon nicht schlecht … Apropos Wettbewerb, Mr. Ripley (unser Schulleiter) hat sich übrigens wegen des Mathewettbewerbes beschwert und jetzt ist Vienna doch offiziell Gewinner.

 

Hatte ich eigentlich jemals erwähnt, dass ich jetzt doch so nen Klassenring bestellt hatte? Am Samstag konnte ich ihn endlich abholen und der ist einfach mal so kuhl! Mein Geburtsstein (lila) ist oben drauf, drum rum steht „Vienna High“ (meine Schule), auf der einen Seite ist „2009“ (das Abschlussjahr meiner Klasse) und ein Adler (Schulmaskottchen), auf der anderen Seite steht „Josi“ (mein Name), dann ist da ein Wappen mit den Farben Schwarz und Gelb (Schulfarben) und
ein Bild von nem geflügelten Schuh (Zeichen für Leichtathletik und Cross Country) … womit ich auch schon beim Highlight des Tages wäre: Ich hab endlich Stabhochsprung gemacht!! Das macht so unglaublich viel Spaß, ich kanns kaum erwarten morgen wieder zu üben. Heute früh hatten wir vor der Schule Training (morgens um 7, da musste nicht jeder hin, nur, wer mal wann anders n Training verpasst hatte (wie ich Montag und Dienstag) oder wer wollte (ich wär eh gegangen)) und nach der Schule nochmal normal für alle. Früh morgens hat Mr. Martin mir die Technik gezeigt und dann bin ich jedes Mal n bissl höher gekommen. Nachmittags hatten wir n leichtes Training – Erwärmung, ne Meile auf Zeit rennen, dehnen und fertig – und waren schon halb 5 fertig, also hab ich mir nen Stab geholt und noch ne halbe Stunde geübt (mit Erlaubnis natürlich, Mr. Martin ist noch dageblieben und hat mir paar Tipps gegeben), es ist so genial! Je weiter oben man den Stab anfasst, desto höher kommt man (ist ja klar), aber desto stärker muss man natürlich auch abspringen. Da die Technik allerdings nicht so schwer ist, hat mich Coach Martin immer wieder ermutigt, höher zu gehen, und so waren meine Hände heut Nachmittag schon nen knappen halben Meter weiter oben am Stab als noch am morgen. Gerade regnet es, aber ich hoffe, dass es morgen früh aufgehört hat, denn sonst haben wir kein Training und ich verpass schon die gesamte nächste Woche … Wir bleiben jetzt doch länger als vorerst geplant, Las Vegas ist so riesig und da reichen schon 6 Tage fast nicht, aber für Drei braucht man gar nicht erst hinzufahren. Mom, Ken und Regina holen uns drei Mädels Samstag früh vor halb sieben vom Lock-In ab, dann gehen wir frühstücken und los geht’s. Deshalb muss auch heute schon soweit alles gepackt sein … also ich mach mich an die Arbeit mit meinem Pi-Day-T-Shirt!
6.5.08 15:21


14.03.08

Pi Day war soo kuhl! Ich hatte ja gestern Abend mein erstes Pie überhaupt gebacken und es ist richtig gut gewesen. In Mathe haben wir wirklich nur gegessen (Pies natürlich, Kekse, und Jennifer hatte extra runde Brownies gemacht … Nur Cole tat mir leid, denn da er gegen Milch allergisch ist und fast alle gebackenen Dinge Milch oder zumindest Butter drin haben, konnte er so gut wie nix essen), Pi-Lieder gesungen und gebastelt. Am Ende des Tages hatten wir wie eine Papierkette im gesamten oberen Stockwerk der Schule, dann die Treppe runter und fast bis zur Sporthalle. Jede Ziffer von 0 bis 9 hatte ihre eigene Farbe und dann haben wir Papierstreifen geschnitten und in der richtigen Reihenfolge als Ringe zusammengetackert. Ich hab mit meinen 302 Nachkommastellen wirklich gewonnen … das war übrigens ein Irrtum, jede Lehrerin verteilt ihre eigenen Preise und ich darf mir nun im Internet ein offizielles Pi-Shirt aussuchen, welches Mrs. Starr mir schenkt … es gibt soo viele!
Kaylynn hatte heute Geburtstag und meinte „Heute ist mein 17. Pi Day“ =D In der 6. Stunde, wenn die andere Trigonometrie/ Statistics Klasse Unterricht hat, konnte ich nochmal zu Mrs. Starr, denn meinen ganzen Kram in Chemie hatte ich fertig und da hatte Mr. Kinkead nichts dagegen. Ich war zwar noch ziemlich satt von der 2. Stunde, aber wozu gibt’s denn schon nen extra Keks- und Piemagen? Im Laufe des Tages hatte jede Klasse an der bunten Papierkette gearbeitet, sodass die dann schon ganz schön lang war und so haben Dalton und ich den größten Teil der Stunde damit verbracht, die im Schulhaus aufzuhängen. Und dann musste natürlich noch ein Foto mit Jessica sein, denn sie hatte auch ein selbstgemachtes Pi-T-Shirt an =)
Daniel, so ein neuer Typ, der letztens erst nach Vienna gezogen ist, meinte, er hätte noch nie Leute erlebt, die den Pie-Tag so sehr feiern =D Also nur zur Info: Wir hatten so viel Spaß, nächstes Jahr wird das in Deutschland eingeführt!

 

Ich weiß nicht so genau, woran das liegt, aber ich scheine jetzt jedes Jahr in ner anderen Sportart gut zu sein. Ich kann mich noch dran erinnern wie wir in der Schule Leichtathletik hatten und ich es gehasst habe, vor allem Sprint, aber dann im Sommer vor ein oder zwei Jahren konnte ich es plötzlich und war eine der schnellsten und dann hat es natürlich auch Spaß gemacht. Dieses Jahr geht’s zwar immer noch, aber meine 100 m Zeit ist schlechter als letzten Sommer. Dafür kann ich plötzlich springen, was ich noch nie konnte …. Mr. Martin wollte, dass ich Dreierhopp probiere und ich hätte nie gedacht, dass ich jemals so weit springen könnte! Apropos, Stabhochsprung find ich zwar immer noch so genial, den Muskelkater allerdings weniger ... aber was solls, dafür bin ich heute nicht mehr im Sand, sondern auf der richtigen Matte gesprungen. Das ist gleich mal ganz anders, die ersten paar Mal konnte ich mich nicht mal überwinden überhaupt abzuspringen, aber als ich einmal den richtigen Anlauf hatte, gings ganz gut. Ich spiel schon fast mit dem Gedanken, mir nen eignen Stab zu holen, aber 250 bis 300 Euro sind dann doch n bissl viel^^

 

Ich hatte mich dann doch dazu entschieden, heute Abend zu Hause zu bleiben und nicht zum Lock-In zu gehen und in der Jugend zu übernachten. Das macht zwar immer viel Spaß, aber ich war noch nicht ganz mit Packen fertig und dachte mir, n paar Stunden Schlaf vor so ner Reise können nicht schaden, auch wenn wir im Auto genügend Zeit haben. Vor allem, weil ich die ganzen letzten Tage schon ziemlich müde war … Deshalb mag ich es viel lieber früh morgens halb oder um 6 aufzustehen und vor der Schule Training zu haben als nachmittags, denn nachmittags bin ich immer so müde, dass ich fast im Stehen einschlafen könnte (hamma ja schon ma geübt Susi =D) Mr. Martin hat mir erlaubt, dass ich einfach mal zur Schule kommen und üben kann, wenn ich will, also an dem Wochenende, wenn wir dann wieder da sind. Es ist ja Ostern, aber zum Beispiel Samstag früh, das wär kuhl. Die Räume mit den Stäben und anderen Dingen sind auch nicht abgeschlossen und da ich ne ganze Woche verpasse, fänd ich das schon nicht schlecht. Sarah und Jeane fahren von Las Vegas aus gleich zu ihrem Vati, wo sie bis Ostermontag bleiben, also werd ich sowieso nicht so unglaublich viel zu tun haben … wir verstecken dann später Eier und Süßigkeiten, wenn die beiden wieder da sind =)
6.5.08 15:24


15.03.08

AUF DEM WEG NACH LAS VEGAS!!!!
Also im Auto hatten wir schon mal wirklich genügend Zeit zum Ausschlafen … was wir auch gemacht haben. Heute morgen kurz vor halb 7 waren Ken und Regina bei uns und haben Mom und mich abgeholt, dann gabs Frühstück bei Margie’s (Restaurant in Vienna wo’s super Frühstück gibt), anschließend haben wir Sarah und Jeane abgeholt und uns auf den Weg gemacht. Ken ist gefahren, Regina saß auf dem Beifahrersitz, auf der ersten Bank lag Sarah und hat geschlafen, in der Mitte saßen mom und Jeane und ganz hinten lag ich und hab geschlafen. Bei Pausen haben wir immer mal getauscht, sodass jeder mal ne Bank für sich alleine hatte und sich lang machen konnte. Jeane kam am Ende der Fahrt hinter zu mir, aber den ganzen Tag hab ich eigentlich meine eigne Bank gehabt und die ersten 5 Stunden erstmal durchgeschlafen, dann zwischen Musik hören und Schlafen hin und her gewechselt.
Wir sind gefahren von um 8 morgens bis um 7 abends, was allerdings 12 Stunden sind, denn wir haben die Zeitzone gewechselt und als wir um 7 hier angekommen sind, war es in Vienna schon um 8. Zuerst sind wir durch Oklahoma gefahren und alle meinten, das hat genauso ewig gedauert wie der Weg durch Ohio auf dem Weg nach Pennsylvania, aber da ich ja die ganze Zeit geschlafen hab, war mir das ziemlich egal. Als ich jedoch aufgebacht bin, ist mir sofort der Unterschied in der Landschaft aufgefallen: Tiefgrüne Felder und dann so dreiflügliche, dünne, graue Windräder wie wir sie in Deutschland überall haben. Das fand ich lustig, wie interessant diese Dinger für jeden außer mir waren, denn in Missouri gibt’s die gar nicht. In Texas sahs dann mehr und mehr wie Wüste aus und spätestens in New Mexico kam sich dann jeder vor wie in nem Western Film … sandige Landschaft, n paar graue Büsche und vereinzelte Hügel und Plateaus. Auch das Wetter hat sich verändert: In Missouri wars total bewölkt und hat bissel genieselt, inzwischen allerdings scheint die Sonne und selbst in Flipflops und T-Shirt war es ganz schön warm.
Was ich noch erwähnen muss, ist die typische „Texas air“ – man kommt nach Texas und es riecht so sehr nach Kühen, das ist unglaublich! Aber nach ner Weile hatma uns dran gewöhnt und dann hatten wir Texas auch schon wieder hinter uns gelassen. Zusammenfassend kann ich eigentlich nur sagen: Wer denkt, Vienna liegt „in the middle of nowhere“, sollte sich bei google Bilder vom Südwesten der USA anschauen und wird merken: Vienna liegt NICHT „in the middle of nowhere“!

 

Hier in New Mexico sind wir jetzt in einer Unterkunft, wo wir die Nacht über bleiben. Der Sonnenuntergang war der Hammer, der ganze Himmel stand in nem leuchtenden Orange! Morgen früh um 7 brechen wir wieder auf. Ken und Regina haben riesige Kühlboxen mit Essen vorbereitet … Brot (normales und sogar dunkles Brot, da hab ich meinen Augen ja kaum getraut, als ich das gesehen hab), 3 verschiedne Käsesorten, Brot, saure Gurken und Majo und Senf für Sandwiches; Chips, Crackers und Salzbretzeln dazu; Weintrauben, Äpfel, Birnen, Bananen … Das war für Mittag und Ambrot heute und natürlich ist noch genügend für morgen übrig. Fürs Frühstück gibt’s nochmal ne gesamte andere Box … Und für Getränke sogar zwei … Limo, Säfte und Wasser … mit dem ganzen Zeug könnte man fast n 5-Sterne-Bufett zaubern^^
14.5.08 15:10


16.03.08

Jetzt weiß ich, woran mich die Landschaft hier erinnert: Für alle, die den Zeichentrickfilm Cars gesehen haben, genau so sieht es hier aus. Gestern Abend sind wir ziemlich früh ins Bett, denn heute früh sollte es zeitig losgehen; als wir jedoch Ken und Regina 10 Minuten vor dreiviertel 7 auf ihrem Zimmer anriefen, waren die noch nicht mal wach … ich hatte meine Uhr auf die neue Zeitzone umgestellt, Ken und Regina allerdings nicht und so war es ihrer Meinung nach noch ne Stunde zu früh =D
Je weiter wir in New Mexico kamen, desto spanischer wurde es. Eine Stadt zum Beispiel heißt Santa Rosa und für ne Weile haben wir sogar spanisches Radio gehört. Die Landschaft wurde immer beeindruckender und kurz bevor wir durch New Mexico durch waren, dachte ich, besser kann es fast nicht mehr werden und abwechslungsreicher erst recht nicht: auf der rechten Seite der Straße sieht es völlig anders aus als auf der linken Seite, roter Sand wechselt sich mit gelbem ab und grüne, graue und braune Büsche stehen zusammen, dass es fast unwirklich aussieht…Plötzlich verwandelt sich die wüstenartige Gegend in nen saftig grünen Wald – ja, es gibt Bäume in New Mexico – und 5 Minuten später ist man schon wieder in der Wüste, diesmal liegen allerdings überall Steine rum. Felder findet man in diesem sandigen und felsigen Gebiet gar nicht mehr, aber von Zeit zu Zeit sieht man Pferde oder Kühe an den paar langen Grashalmen knabbern, die im Wind wehen … Ja, windig ist es! Als wir aussteigen wollten, hätte es uns fast die Autotür aus der Hand gerissen!
Allerdings hatte ich mich mit meiner Vermutung geirrt, in Arizona wurde es noch viel besser. Bis der Wald losging, meinte Mom zwar, wir hätten nur hässliche Wüste um uns herum, aber Sarah und ich waren uns einig, dass es richtig kuhl wäre, hier zu wohnen. Man kann so weit über die unendlich erscheinende Steppe gucken, bis „der Sand den Himmel berührt“. Wir hatten nen strahlend blauen Himmel über uns, aber weit weg konnten wir dunkelgraue Wolken sehen und über dem roten Sand war das umso beeindruckender. Was ich noch nicht erwähnt hatte: je weiter westlich man kommt, desto mehr Plateaus kann man sehen. Nur kurze Zeit später hatten wir schon wieder gelben Sand um uns herum und der Boden war mit kleinen Canyons durchzogen… in Arizona befindet sich ja auch der Grand Canyon, aber den werden wir uns auf dem Rückweg anschauen.
Die nächste Sache konnte ich gar nicht begreifen: es war draußen so warm, dass wir im Auto die Klimaanlage anhatten, und plötzlich fing es an zu schneien! Mitten in der Wüste!!!! Regina hat erzählt, dass man es nicht merkt, da der Anstieg nur sehr, sehr flach verläuft, aber wir sind immer höher gekommen und das wurde mir spätestens dann bewusst, als die felsigen Ebenen rechts und links der Straße immer weißer wurden und wir in der Ferne Berge mit Schneebedeckten Gipfeln ausmachen konnten. Da hat uns der Stau, in den wir gerade geraten waren, gar nicht gestört: Jeane und ich sind aus dem Auto raus, an den Straßenrand, haben uns in den Schnee geworfen und (mit Erlaubnis) Schneebälle gegen die Fenster unseres Vans geschmissen. So lustig ist es allerdings nicht geblieben, denn der Stau hielt ganze 3 Stunden an, bis wir raus konnten. Wir hätten weitere fünf Stunden warten können, haben uns dann allerdings dazu entschieden, einen anderen Weg zu nehmen. Wie schon erwähnt wurde es dann baumreicher um uns herum und Regina meinte, es sieht aus wie in einem verschneiten, deutschen Nadelwald (Regina hat mal für einige Jahre in Deutschland gelebt, ich glaube in Bayern). Da konnte ich ihr nur zustimmen.
So kamen wir schließlich erst um 10 statt halb 7 in Las Vegas an (was eigentlich um 11 war, denn Las Vegas liegt in der „letzten“ Zeitzone Amerikas, von Europa aus gesehen … insgesamt hatten wir nun also zu Missouri 2 Stunden Zeitverschiebung), aber so war es wenigstens schon richtig dunkel und umso beeindruckender war es auch: Wir kamen die Straße entlang und direkt vor uns lag Las Vegas ... eine schwarze Wüste, in der jedes dritte Sandkorn ein Licht ist. Das war Wahnsinn! Ich hab noch nie ne so riesige, hell leuchtende Stadt gesehen! Es gibt dieses eine Hotel, Luxor, das hat die Form einer Pyramide, ist aber pechschwarz. Nur an der Spitze hat es ein Licht und das ist so hell, man kann den Lichtstrahl bis in den Himmel sehen. Es ist das einzige Licht der Erde, was man sogar vom Weltall aus sehen kann!
Wir wohnen allerdings nicht in einem der Hotels in der Innenstadt, sondern etwas außerhalb in der „Air Force Base“. Regina arbeitet ja beim Militär und dort ist halt so eine Station der Luftwaffe und das ist ziemlich groß, wie ein kleines Dorf mit Einkaufsmöglichkeiten, Post, Restaurants und so weiter und eben ner Menge kleiner Häuschen, in denen Familien von Soldaten wohnen, die für eine Zeit lang dort stationiert sind. Über Regina haben auch wir so ein Häuschen bekommen und soweit ich das im Dunkeln beurteilen konnte, sieht es ganz hübsch aus, also die Häuschen, Gras davor und so. Und wir waren so froh endlich da zu sein! Zuerst brauchten wir alle noch unsere Persos (bzw. ich meinen Reisepass), damit uns ein Pass ausgestellt werden konnte, den wir von nun an immer brauchen, um halt auf das Gelände dort zu kommen und bei der Haussuche haben wir uns dann auch noch dreimal verirrt, weil das mit den Nummern alles bissl komisch war … aber schließlich haben wir es dann doch gefunden und mir hat es auf Anhieb gefallen. Eine kleine Stube und Küche zusammen, wo Jeane und ich auf dem ausgezogenen Sofa schlafen, dann ein kleines Badezimmer und Schlafzimmer, wo Mom und Sarah schlafen. Ken und Regina wohnen woanders, aber das ist nicht so schlimm, da wir tagsüber ja eh zusammen unterwegs sein werden.
Übrigens hab ich mir auf der Fahrt so ein kleines Atlasheftchen der USA geholt, kleiner als A5-Format und auf jeder Seite ist ne Karte von einem Staat drauf (Missouri, Nevada,&hellip und ganz vorne ne Karte der ganzen USA wie ich sie schon lange gesucht hab: nur die Umrisse der Staaten sind eingezeichnet, aber der Rest ist weiß. So hab ich Missouri, wo ich wohne, mit orange ausgemalt und alle Staaten, in denen ich sonst noch so war, werden gelb. Das ist jetzt ne hübsche Diagonale, von links unten (SW, Nevada) nach rechts oben (NO, Pennsylvania) : )
14.5.08 15:11


17.03.08

Wow es gibt einfach so viel zu sehen und zu machen, da reichen diese paar Tage kaum und alles, was man sieht, kann man kaum aufnehmen ... Das war mir auf den ersten Blick klar. Wir wollten es heute ruhig angehen lassen, ausschlafen und uns von der langen Fahrt erholen und dann Abends zum Phantom der Oper im original nachgebildeten Pariser Opernhaus gehen. Gegen kurz nach zehn am morgen waren wir allerdings alle schon ausgeschlafen und konnten kurze Zeit später aufbrechen. Zuerst hatte Regina ein paar Sachen  zu erledigen und so sind wir im Örtchen rumgefahren. Es ist wirklich hübsch - sandsteinfarbene Gebäude mit roten Dächern und Palmen überall! Mit Palmen hatte ich irgendwie überhaupt nicht gerechnet, die hab ich bisher immer eher mit Hawaii verbunden, aber selbst später in der Innenstadt würden wir an jeder Ecke und in jeder Straße Palmen finden.
Kaum in Las Vegas hatten wir alle schon so viele Fotos geschossen, ich weiß gar nicht, wann wir die alle anschauen sollen! Aber es ist unglaublich! Man kann sich gar nicht entscheiden, in welche Richtung man zuerst gucken soll! Um einen Überblick zu bekommen, sind wir erst einmal den sogenannten Las Vegas Strip (“Streifen&ldquo entlanggefahren, eine riesige Straße, die direkt durch die Stadt führt und an der man die meisten super Hotels und Attraktionen findet. So hatten wir schon einmal einen ersten Eindruck - Paris, Italien, und New York im Miniaturformat, Hotels und Casinos soweit das Auge reicht und ob mans glaubt oder nicht: Menschenmassen! Und das nicht nur in Autos, sondern zu Fuß - in Amerika! Ja, es gibt hier wirklich überall Fußgängerzonen und Rolltreppen und die sind voll mit den unterschiedlichsten Leuten.
In Deutschland ist es ja nicht so dolle besonders, wenn Leute mit Bierflaschen oder anderen alkoholischen Getränken in den Straßen rumlaufen, aber hier ist das in einigen Staaten per Gesetz verboten und Sarah und die anderen konnten es kaum begreifen, dass das in Las Vegas erlaubt ist - die meisten Leute haben das natürlich auch voll und ganz ausgenutzt, vor allem heute, denn es ist St.-Patricks-Day. Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, wofür der Tag eigentlich da ist; ich weiß nur, dass Leute grüne T-Shirts anziehen und viel trinken...und, dass es ursprünglich aus Irland kommt. Jeane hatte mir das erzählt, denn am Morgen hatte sie darauf bestanden, dass ich ein grünes T-Shirt anziehe und ich wollte wenigstens wissen, warum. Das war schon kuhl, die meisten Leute halten sich da wirklich dran. Mit einem Blick auf eine große Gruppe Menschen konnte ich feststellen, dass mindestens ein Drittel der Personen grün trug, also schon ne ganze Menge.
Nach einer Weile haben wir den Van im MGM (eines der großen Hotels) geparkt, um uns einige Dinge etwas näher anzuschauen. Allerdings war das Einparken schon ein Abenteuer für sich! Allein das Parkhaus lol für mich war das einfach nur ein ganz normales, mehrstöckiges Parkhaus, aber solche Sachen findet man hier scheinbar nur in den wirklich großen Städten hier, denn Sarah, Jeane und Mom fanden das ganz aufregend : ) Es war ziemlich voll und wir wollten ins nächste Stockwerk, aber so n Kleinbus ist ja nicht nur ziemlich lang, sondern auch etwas höher als "normale" Kleinwagen und über der Auffahrt zum nächsten Stockwerk hing die Decke ziemlich tief ... Regina ist ausgestiegen, um zu überprüfen, ob wir durch passen und so haben wir ungefähr aller 2 Zentimeter angehalten, sind ein kleines bisschen weiter, wieder angehalten usw. Wir waren mehr als zur Hälfte unter diesem einen Balken durch, als Regina meinte, Ken soll lieber umkehren und wir parken woanders, aber Ken so: "Na so weit haben wirs schon geschafft, jetzt kehren wir nicht mehr um", und fährt einfach durch ... wir haben ganz kurz ein anschlagendes Geräusch gehört und später nachgeschaut und festgestellt, dass da oben aufm Dach jetzt wirklich ein winziger Kratzer ist, aber na ja ...
Schließlich hatten wir es dann aber doch geschafft und sind ein wenig rumgelaufen. In jedem Hotel ist die Eingangshalle ein Casino und Einkaufsmeilen führen in alle Richtungen. Die Angestellten, die Getränke zu den Leuten bringen oder in Bars arbeiten, sind so gut wie alle junge Frauen mit langen Beinen und Kleidern, die so kurz sind, dass man sie eigentlich eher als Top bezeichnen könnte. In der einen Bar haben auch ein paar Mädels auf Tischen getanzt ... Irgendwie hat mich das alles eher an Nachtleben erinnert, aber innerhalb der Bars und Casinos scheint es immer wie nachts zuzugehen.
In dem einen Casino stand mitten in der Mitte wie ein Podest und darauf ein super schicker BMW - da hab ich gleich an Onkel Hendrik gedacht ... und an Mr. B, denn der nennt mich immer so, wenn wir rennen in Leichtathletik lol
Wir sind ziemlich viel gelaufen (erst recht für amerikanische Verhältnisse^^), so haben wir uns später dazu entschieden, ins 4D-Kino zu gehen. Die spielen drei verschiedene Filme und da jeder nur ein paar Minuten lang ist, haben wir eine Sammelkarte für alle drei geholt. Es war richtig kuhl, man musste so ne Brille für den 3D-Effekt aufsetzen und zusaetzlich ist man immer mal nass geworden, oder der Wind hat geweht oder was auch immer. Ganz zuerst hatten die nen Werbespot mit Ratten und es sah so aus, als würden die direkt auf uns zukommen und plötzlich hat sich was an unsren Füßen bewegt, das hat sich angefühlt wie Rattenschwänze uah aber die drei Filme waren auch ziemlich gut, vor allem der letzte - ein SpongeBob-Film lol
So konnten wir uns mit neuer Energie auf den Rückweg zum Auto machen und sind noch mal hier und dort stehen geblieben, um Blicke auf dies und das zu werfen und Fotos zu schießen. Genau beschreiben wie genial es ist, kann ich gar nicht, man muss es einfach selbst sehen!

 

Eigentlich hatten wir ja vorgehabt, heim zu fahren, uns frisch zu machen, schick anzuziehen und dann in die Oper zu gehen ... Sobald wir allerdings im Auto saßen, wussten wir, dass daraus wohl nichts wird, denn der Verkehr war inzwischen so dicht, dass wir schon eine halbe Ewigkeit gebraucht haben, um aus dem Parkhaus rauszukommen. Die Schlange zur Ausfahrt war endlos! Da ist ne Warteschlange im Parkhaus beim PC an Samstagnachmittagen nichts dagegen ... Auch die Straßen waren sehr voll und so sind wir direkt "nach Paris" gefahren, haben dort geparkt und das hat uns so viel Zeit gekostet, dass wir mit freien Straßen nach Hause fahren, uns frisch machen und wieder herkommen hätten können. So saßen wir also wir dumme Touristen mit Jeans in der Oper, aber soo schlimm war das ja nun auch wieder nicht und die Aufführung war einfach super!
Danach sind wir nicht direkt zum Van zurück, sondern haben uns zu Fuß noch ein wenig Las Vegas bei Nacht angeschaut, aber es wurde ziemlich kalt und wir hatten unsere Jacken nicht mitgenommen, sodass wir nur noch eine kleine Runde gedreht haben. Wir sind jetzt eh alle ganz schön fertig, denn wir sind wirklich viel gelaufen und haben so viel Neues gesehen und erlebt an diesem einen Tag heute, sodass wir sicher alle gut schlafen werden : )
14.5.08 15:11


18.03.08

Warum genau weiß ich nicht, aber ich war heut früh schon gegen um 7 wach und als ich halb 8 immer noch nicht wieder eingeschlafen war, bin ich halt aufgestanden und ein bisschen in der "Siedlung" joggen gegangen. die Häuschen sind echt hübsch und in der Ferne kann man die Berge sehen, ringsrum in jeder Richtung. Einen kleinen Spielplatz in der Mitte einer Rasenfläche gibt es auch. So groß ist es nicht und nach einer Weile bin ich einfach nur noch Runden um die Häuser gerannt, und als ich dann wieder "nach Hause" kam, waren die anderen auch gerade am Aufstehen.
Als erstes heute morgen waren wir in der M&M Fabrik. Bis zu unserer Führung hatten wir noch 10 Minuten, also sind wir im Kaktusgarten rumgewandert und dann haben wir uns erklären lassen, wie Ethel M Schokolade hergestellt wird. Der Typ war lustig, er meinte unter anderem „Wir nutzen diese Art Topf, denn wenn Dreck in die flüssige Schokolade gerät, ist es nur noch ein großer Klumpen nichtsnutzige Masse, was ich laut meiner Mutti auch bin, aber darum geht es jetzt nicht…“ Die haben dort so Models aus Schokolade stehen, ein Baum voll mit Spielkarten zum Beispiel…der Baum ist Bitterschokolade, die Karten weiße Schokolade mit Farben drauf, sodass sie wie echte Spielkarten aussehen. Und von der Decke und an den Wänden hängen überall Sprüche, so was wie „Schreib SCHOKOLADE ESSEN ganz oben auf deine Liste für Dinge, die du zu tun hast, so schaffst du heute wenigstens eine Sache!“ Das Ganze endete natürlich in einem kleinen Laden, so viel so gute Schokolade und Pralinen hab ich wahrscheinlich noch nirgends gesehen! Die Preise sprechen für sich ($25 für 18 Pralinen, die man sich an der Theke aussuchen kann), aber das ist auch sowas von gut…ich mag eigentlich keine Schokolade mit Fruchtfüllung oder so, aber wenn es schon was kostenlos gibt, hab ich es natürlich probiert und das war so frisch und fruchtig, wenn ich zu viel Geld hätte, wäre ich wahrscheinlich zur Theke gegangen und hätte mir ne Box zusammenstellen lassen. Aber zum Glück lieben uns Ken und Regina … Jeder von uns hat ne Schokoladenbox bekommen, die schon fertig zusammengestellt und verpackt war, aber oben auf dem Deckel ist ein Bild von Las Vegas drauf…natürlich haben sie auch noch ein paar andere Dinge geholt und alles in allem ganze $103 für Schokolade ausgegeben lol das war der Laden für die Ethel M Schokolade und als nächstes sind wir gleich noch in den offiziellen M&M Laden, wo es M&M Automaten mit M&Ms in allen vorstellbaren Farben gab, sodass man sich seine Tüte selbst zusammenstellen konnte und dann natürlich T-Shirts, Rucksäcke, Stifte, Socken und allen möglichen anderen Unsinn … Sobald man einen bestimmten Preis bezahlt, bekommt man einen Automaten kostenlos, so hab ich mit Ken und Regina zusammen bezahlt und hab das perfekte Geschenk für Jo, wenn ich wiederkomme … Sagts ihm nicht =D
Wir sind mit der Monorail (so n Zug dessen Gleise in der Luft verlaufen) von Station zu Station gefahren und dann in der Umgebung rumgelaufen, um uns alles anzuschauen. Gleich auf dem Weg von der ersten Station nach draußen kamen wir an diesem Foto-was-auch-immer vorbei, was wir gestern schon gesehen hatten: die schießen ein Foto von deinem Gesicht und dann suchst du dir ein Bild aus, in das dein Gesicht eingefügt wird. Und die passen auch die Hautfarbe bissl an und alles, also das wirkt schon ziemlich echt. Diesmal sind wir nicht vorbeigekommen. Wir hatten ein Bild mit 5 Vegas Show Girls und das waren am Ende dann Regina, Sarah, Jeane, Mom und ich lol Zusätzlich hat jeder ein Einzelbild bekommen, „America’s Next Top Model“ oder so (jeder hat ein anderes Motiv), natürlich ist auch wieder nur unser Gesicht echt, aber im Bild kann man das nicht erkennen.
Als nächstes sind wir zum Flamingo, was eines der besten Hotels in Las Vegas ist. Es heißt so, denn dahinter ist wie eine kleine Parkanlage und dort laufen Flamingos rum. Gleich daneben ist die Elvis Bar und nachdem wir Mädels so lange mit den Fotos beschäftigt gewesen waren, dachten sich Mom und Regina, sie geben Ken einen Martini aus und wir haben alle was davon - ne kleine Pause mit nem Live-Konzert von Elvis : ) Nicht der Echte natürlich lol aber es klang schon gut. Wir sind ein wenig rumgelaufen und kamen am Bellagio vorbei. Es ist ein riesiges Hotel und davor ist wie ein kleiner Teich mit Springbrunnen in der Mitte und in gewissen Zeitabständen findet immer eine Wassershow mit Musik statt ... Wir mussten nur 5 Minuten warten bis zur nächsten Show und das haben wir natürlich gemacht - es war genial. Man kann es vielleicht mit der Show im neuen Karstadt vergleichen, nur viel, viel größer und beeindruckender! Die höchsten Fontänen gingen so hoch wie das Hotel ist und ich weiß zwar nicht, wie viele Stockwerke es hat, aber es sind auf jeden Fall ziemlich viele.
Weiter gings und schon waren wir in Paris... Der Eifelturm steht dort, er ist exakt wie der echte Eifelturm im echten Paris, nur halb so groß. Wir sind in dieses eine Gebäude und dort kam man sich echt wie in Paris vor: Ein unechter (aber echt wirkender) Himmel, gepflasterte "Straße" und kleine Cafés rechts und links. Wir sind in ein Cafe um Crêpes zu essen, aber dann haben wir uns gedacht, das machen wir lieben morgen als Mittag, denn es war gegen um 5 und uns allen hat der Magen geknurrt, so sind wir wieder gegangen und haben uns auf den Weg zu dem brasilianischen Restaurant gemacht, wo uns Ken und Regina für unser versprochenes 5-Sterne-Abendbrot einladen wollten. Und das hat sich gelohnt! Zuerst mussten wir auf einen Tisch warten, um den wir alle 6 drumrum passen würden, und dafür haben wir uns an die Theke gesetzt, aber Sarah, Jeane und ich mussten woanders warten, denn - wie albern ist das denn?! - man darf nicht mal an ner Theke sitzen, wenn man noch keine 21 ist. Als wir dann unsern Tisch hatten, wurde uns das Ganze erst einmal erklärt: Es gibt eine Theke mit Reis, Nudeln, Kartoffeln, Brötchen, Obst, Gemüse, Salaten usw., also alles Vorstellbare außer Fleisch. Dann liegt auf jedem Tisch eine Karte, die auf der einen Seite rot und auf der anderen Seite grün ist. Wenn man soweit ist, dass man Fleisch möchte, dreht man sie einfach herum, dass grün sichtbar ist und aller so und so viel Minuten kommen Leute herum mit Fleisch und gehen zu allen Tischen, wo sie grün sehen. Es gibt 8 verschiedene Sorten (Hühnchen, Lamm, Pute, verschiedene Steaks ...) und das Fleisch ist am Spieß und wird dir frisch auf den Teller geschnitten. War schon ne kuhle Sache ... und wir hatten ne Menge Spaß! Ich kann nicht genau sagen, über was alles wir geredet haben, aber es war ziemlich lustig und wir saßen dort ungefähr in der Mitte des Raumes um den Tisch herum und haben gelacht : ) Ich dachte mir so, wir essen in so nem super schicken Restaurant mit reichen, schick angezogenen Leuten um uns herum und benehmen uns wie dumme Touristen, aber das hat es gerade lustig gemacht und Regina meinte "Fuer das Geld, was ich hier bezahlt hab, kann ich mich auch benehmen wie ich will^^" Regina saß mir gegenüber und direkt hinter ihr diese Frau, die uns die ganze Zeit abfällige Blicke zugeworfen hat, vor allem Regina, denn die hat so ne geniale Lache wie Omschi lol natürlich konnte ich das nicht laut sagen, denn das hätte die ja gehört, aber zum Glück hat Regina ma paar Jahre in Deutschland gelebt, so konnte ich es ihr auf deutsch sagen und da hat sie gleich nochmal gelacht : ) Ich weiß nicht genau, wie lange wir dort geblieben sind, aber danach wollten wir alle einfach nur noch zum Auto rollen und ab ins Bett ... wie gesagt, es hat sich gelohnt!

 

In diesem Cafe in Paris hatte ich ein paar Worte mit diesen zwei deutschen Frauen gewechselt, die am Tisch neben uns saßen, und bis zum Ende des Tages sind wir uns noch drei weitere Male über den Weg gelaufen, das letzte Mal in einer Bildergalerie. Das waren wunderschöne Bilder, ich frag mich, wie man so malen kann, und einige waren mit speziellen Farben auf Glas gemalt und dahinter Licht, sodass die Sonne richtig durch den Wald und zwischen den Baumen hervor scheint, das sah genial aus. Aber da bekommt man natürlich auch kein Bild unter 600 Dollar...Eine Sache, die ich noch gesehen hatte, waren Polizisten auf Fahrrädern ... ist eigentlich klar, denn wie wir gestern vor der Oper am eigenen Leibe erfahren hatten, ist der Verkehr so dicht, dass man mit dem Auto ne halbe Stunde für ne halbe Meile braucht oder so ...
14.5.08 15:12


19.03.08

Von M&Ms konnten wir gar nicht genug bekommen, so sind wir als erstes heute früh in den M&M-Laden – nicht den Kleinen gleich bei der Fabrik (da waren wir ja gestern), sondern in den riesengroßen in der Innenstadt, der ganze 4 Stockwerke hat! Eigentlich hatte ich ja gedacht, die hätten viel Zeug in dem kleinen Laden gestern gehabt, aber da hatte ich das hier noch nicht gesehen. Neben dem üblichen Schnickschnack wie Kuscheltiere, Schlafanzüge, Socken, Rucksäcke, Geschirr und so weiter hatten die unter anderem sogar ne M&M-E-Gitarre! Die war so geil, die hätt ich am liebsten gleich mitgenommen, nur leider hatt ich grade keine 200 Dollar zum rausschmeißen ... dann gab es auch noch ein Auto, aber ich glaube, das war nur Dekoration, ich weiß nicht mehr genau, ob es zum Verkauf stand. Wir haben so viel Zeit gebraucht, um alles anzusehen und ein paar Sachen auszusuchen, die wir mitnehmen wollten, dass Ken und Regina schon mal losliefen und wir uns später in „New York – New York“ treffen wollten, um Achterbahn zu fahren, was wir als nächstes gemacht haben. Also die Erwachsenen waren zu feige, aber wir drei Mädels haben uns den Spaß nicht nehmen lassen! Die Schlange war ziemlich lang, aber ein bisschen Warten hat uns nicht weiter gestört. Jeane und ich wollten zusammen fahren und als wir gerade ganz vorne waren, gab es noch genau einen freien Platz für die nächste Fahrt und so ist Sarah schon einmal mitgefahren und Jeane und ich haben noch gewartet. Meine Güte, ich hab ganz schöne Angst bekommen! Und Jeane ging es nicht anders… eigentlich erst, als wir drinne saßen und es langsam bergaufwärts ging…ich hab mich die ganze Zeit gefragt, was in aller Welt ich dort mache wenn ich sicher auf festem Boden stehen könnte!! Aber sobald es losging hatten wir so einen Spaß, wir haben die ganze Zeit gelacht und in unerwarteten Kurven vor Überraschung aufgeschrien. Es war total genial und ich wär am liebsten gleich noch einmal gefahren, aber na ja… Fotos gab es auch (wo an verschiedenen Stelle Kameras installiert sind und man richtig gute Fotos von der Fahrt bekommt, die man kaufen kann) und ich hab so eine kleine Mappe geholt. Das Bild mit dem ganzen Zug ist richtig gut; das, wo Jeane und ich nah drauf sind, ist eher lustig, den wir lachen und haben unsere Haare vorm Gesicht rumfliegen.
Anschließend war Mittag angesagt (Eigentlich war Mittagszeit schon lange vorbei&hellip und wir gestern ausgemacht sind wir dafür nach „Paris“ in das Café und haben Crêpes gegessen…Wir mussten ganz schön lange warten und hatten dann dementsprechend auch nen Bärenhunger, aber gelohnt hat es sich trotzdem, denn es hat super geschmeckt!
Für heute Abend stand „Monty Python – Spamalot“ auf dem Programm. Wir hatten allerdings noch ein wenig Zeit und die Erwachsenen wollten sich in eine Bar setzen und ein bisschen entspannen, aber da dürfen wir noch-nicht-21-Jährigen ja nicht rein und so hat jeder von uns 10 Dollar in die Hand gedrückt bekommen und wir sollten uns ne schöne Zeit machen … Mensch, das hätte sich fast gelohnt, dummerweise war das so ein Hotel für richtig Superreiche und da gabs nicht mal Läden mit Souvenirs oder so wie in jedem anderen Hotel…so waren wir halt Eis essen.
In Las Vegas laufen ziemlich viele Spanisch sprechende Leute rum und irgendwann meinte ich so „Mensch, ich wünschte, irgendeine spanische Person würde uns ansprechen und ich könnte versuchen, mal wieder bissl Spanisch zu reden…“ na ja wir gehen weiter und hatten noch 10 Minuten, bis wir uns mit den Erwachsenen treffen wollten, haben uns also hingesetzt und in dem Moment spricht uns ne Frau auf Spanisch an!! Hat ne Frage gestellt, über das Hotel, obs noch weitere Stockwerke mit Einkaufsmöglichkeiten gibt und wo man sonst noch so hin kann...Das war so kuhl!
Nun war der Tag schon wieder so gut wie vorbei, aber wir hatten ja noch unsere Show für den Abend. Es geht darin um King Arthur und die Suche nach dem heiligen Gral und es ist so dämlich, dass man sich einfach nur kaputtlacht. Ok ich muss dazu sagen, normalerweise bin ich kein Fan von so ner Art Comedy, sondern denke meistens, das ist einfach nur dumm und nicht lustig, aber das war ziemlich gut. Ich kannte es vorher schon, wir haben den Film auf DVD und Jeane und ich schauen den immer mal wieder an, wenn wir in Rumalberlaune sind … Auf dem Weg nach draußen ist mir mit einem Mal bewusst geworden, dass die Zeit wie im Flug verging und unser letzter Tag gerade vorbei war…Die Erwachsenen haben uns heim gebracht, Ken ist auch hier geblieben, aber Mom und Regina sind nochmal los…ein Frauenabend! Jeane und ich sitzen auf dem Bett und machen nichts weiter, da wir keine Lust haben zu packen, was wir allerdings demnächst hier mal anfangen müssen…
14.5.08 15:13


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