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was ich so mache

14.03.08

Pi Day war soo kuhl! Ich hatte ja gestern Abend mein erstes Pie überhaupt gebacken und es ist richtig gut gewesen. In Mathe haben wir wirklich nur gegessen (Pies natürlich, Kekse, und Jennifer hatte extra runde Brownies gemacht … Nur Cole tat mir leid, denn da er gegen Milch allergisch ist und fast alle gebackenen Dinge Milch oder zumindest Butter drin haben, konnte er so gut wie nix essen), Pi-Lieder gesungen und gebastelt. Am Ende des Tages hatten wir wie eine Papierkette im gesamten oberen Stockwerk der Schule, dann die Treppe runter und fast bis zur Sporthalle. Jede Ziffer von 0 bis 9 hatte ihre eigene Farbe und dann haben wir Papierstreifen geschnitten und in der richtigen Reihenfolge als Ringe zusammengetackert. Ich hab mit meinen 302 Nachkommastellen wirklich gewonnen … das war übrigens ein Irrtum, jede Lehrerin verteilt ihre eigenen Preise und ich darf mir nun im Internet ein offizielles Pi-Shirt aussuchen, welches Mrs. Starr mir schenkt … es gibt soo viele!
Kaylynn hatte heute Geburtstag und meinte „Heute ist mein 17. Pi Day“ =D In der 6. Stunde, wenn die andere Trigonometrie/ Statistics Klasse Unterricht hat, konnte ich nochmal zu Mrs. Starr, denn meinen ganzen Kram in Chemie hatte ich fertig und da hatte Mr. Kinkead nichts dagegen. Ich war zwar noch ziemlich satt von der 2. Stunde, aber wozu gibt’s denn schon nen extra Keks- und Piemagen? Im Laufe des Tages hatte jede Klasse an der bunten Papierkette gearbeitet, sodass die dann schon ganz schön lang war und so haben Dalton und ich den größten Teil der Stunde damit verbracht, die im Schulhaus aufzuhängen. Und dann musste natürlich noch ein Foto mit Jessica sein, denn sie hatte auch ein selbstgemachtes Pi-T-Shirt an =)
Daniel, so ein neuer Typ, der letztens erst nach Vienna gezogen ist, meinte, er hätte noch nie Leute erlebt, die den Pie-Tag so sehr feiern =D Also nur zur Info: Wir hatten so viel Spaß, nächstes Jahr wird das in Deutschland eingeführt!

 

Ich weiß nicht so genau, woran das liegt, aber ich scheine jetzt jedes Jahr in ner anderen Sportart gut zu sein. Ich kann mich noch dran erinnern wie wir in der Schule Leichtathletik hatten und ich es gehasst habe, vor allem Sprint, aber dann im Sommer vor ein oder zwei Jahren konnte ich es plötzlich und war eine der schnellsten und dann hat es natürlich auch Spaß gemacht. Dieses Jahr geht’s zwar immer noch, aber meine 100 m Zeit ist schlechter als letzten Sommer. Dafür kann ich plötzlich springen, was ich noch nie konnte …. Mr. Martin wollte, dass ich Dreierhopp probiere und ich hätte nie gedacht, dass ich jemals so weit springen könnte! Apropos, Stabhochsprung find ich zwar immer noch so genial, den Muskelkater allerdings weniger ... aber was solls, dafür bin ich heute nicht mehr im Sand, sondern auf der richtigen Matte gesprungen. Das ist gleich mal ganz anders, die ersten paar Mal konnte ich mich nicht mal überwinden überhaupt abzuspringen, aber als ich einmal den richtigen Anlauf hatte, gings ganz gut. Ich spiel schon fast mit dem Gedanken, mir nen eignen Stab zu holen, aber 250 bis 300 Euro sind dann doch n bissl viel^^

 

Ich hatte mich dann doch dazu entschieden, heute Abend zu Hause zu bleiben und nicht zum Lock-In zu gehen und in der Jugend zu übernachten. Das macht zwar immer viel Spaß, aber ich war noch nicht ganz mit Packen fertig und dachte mir, n paar Stunden Schlaf vor so ner Reise können nicht schaden, auch wenn wir im Auto genügend Zeit haben. Vor allem, weil ich die ganzen letzten Tage schon ziemlich müde war … Deshalb mag ich es viel lieber früh morgens halb oder um 6 aufzustehen und vor der Schule Training zu haben als nachmittags, denn nachmittags bin ich immer so müde, dass ich fast im Stehen einschlafen könnte (hamma ja schon ma geübt Susi =D) Mr. Martin hat mir erlaubt, dass ich einfach mal zur Schule kommen und üben kann, wenn ich will, also an dem Wochenende, wenn wir dann wieder da sind. Es ist ja Ostern, aber zum Beispiel Samstag früh, das wär kuhl. Die Räume mit den Stäben und anderen Dingen sind auch nicht abgeschlossen und da ich ne ganze Woche verpasse, fänd ich das schon nicht schlecht. Sarah und Jeane fahren von Las Vegas aus gleich zu ihrem Vati, wo sie bis Ostermontag bleiben, also werd ich sowieso nicht so unglaublich viel zu tun haben … wir verstecken dann später Eier und Süßigkeiten, wenn die beiden wieder da sind =)
6.5.08 15:24


13.03.08

Übermorgen geht’s endlich los! Gepackt hab ich jetzt größtenteils, allerdings fehlen noch paar Dinge (siehe Liste^^). Es ist grad so gegen 11, aber ich hab noch ne Menge zu tun: diesen Eintrag fertig schreiben und dann mein Pi-T-Shirt dekorieren …. Immerhin ist morgen Pi(e)-Day und da hab ich das eine gelbe T-Shirt, was ich eigentlich eh nie anziehe, also werde ich es zu meinem offiziellen Pi-Day-T-Shirt umgestalten. Da fällt mir auf, ich hab hier noch gar nicht erklärt, was Pi(e)-Day überhaupt ist, oder? Ich hatte mal ne Rundmail darüber an paar Leute geschrieben, denn als ich davon das erste Mal gehört hab, war ich so begeistert, dass ich das gleich mal loswerden musste … Es ist ein bissel schwer, das auf Deutsch zu erklären, aber ich denke, ich werds verständlich machen können. Das ist also Pi(e)-Day (für Omschi: Day = Tag), sprich: Pei-Day (Wer das schon kennt, kann den Abschnitt überspringen):
Es gibt ja den griechischen Buchstaben Pi und hier in Amerika gibt’s den natürlich auch, wird allerdings Englisch ausgesprochen: „Pei“. Man findet das Symbol (welches es hier auf meiner Tastatur leider nicht gibt) auf jedem Taschenrechner und es steht für eine bestimmte unendliche Zahl: 3.1415926535 8979323846 2643383271 5028841791 6939937510 5820974944 5923078164 0628620899 8628034825 3421170679 … um nur mal die ersten 100 Nachkommastellen zu nennen, die ich schon auswendig kann^^ … nee inzwischen kann ich 300 (O auf Europäisch wäre es ja eigentlich 3,14159…=))
Dann gibt es – nicht wundern, das hat mit dem vorigen Absatz jetzt erstmal gar nichts zu tun – diesen typisch amerikanischen „Kuchen“, der heißt Pie, was man auch wie „Pei“ ausspricht. Kleine Anmerkung: Ich liebe Pies und wenn ich wieder da bin, werd ich garantiert immer mal eins machen. Es ist Teig, den man dünn in einem tiefen Teller ausrollt und dann kommt eine Füllung rein (Ich mag Apfel, Pfirsich, Kirsch und Waldbeer (also Himbeer oder Blaubeer oder Brombeer oder alles zusammen) am liebsten) und oben drüber Streusel oder nochmal Teig oder nur Teigstreifen, sodass man ein Muster hat … da kann man kreativ sein. Dann wird es gebacken und frisch und warm ist es natürlich am besten. Wichtig ist: Es ist rund.
Okay und nun kann man diese beiden Dinge kombinieren und schon weiß man, was es mit dem Pi(e)-Day auf sich hat: Es ist der 14. März, denn hier in Amerika wird das Datum andersrum angegeben als bei uns – erst der Monat, dann der Tag. So ist der 14. März nicht der 14.3. sondern der 3.14. und siehe da, das sind die ersten drei Ziffern der Zahl Pi: 3.14 … Jetzt haben Mrs. Starr (meine Mathelehrerin) und Mrs. Kleffner (die andere Mathelehrerin unserer Schule) vor 10 Tagen in jeder ihrer Stunden Blätter ausgeteilt, wo die ersten 1000 (!) Nachkommastellen dieser unendlichen Zahl draufstehen (Da sei vielleicht noch hinzugefügt, dass das so ne unendliche Zahl ist, wo sich nicht nach ner Weile alles wiederholt) und jeder kann, wenn er will, so viele wie möglich lernen. Am Pi(e)-Tag dann bekommt der, der die meisten aufsagen kann, irgendwas – erster Platz: ne Pizza, zweiter Platz: hab ich vergessen, dritter Platz: 3 Dollar 14^^ Das ist jedenfalls das beste an der ganzen Sache: an diesem Tag kann jeder Pies mitbringen, die wir im Unterricht essen dürfen – und nicht nur das: Alles was rund ist, zählt, also auch Pizza, runde Kuchen, runde Kekse und so weiter … den gesamten Tag findet kein Matheunterricht statt, sondern nur Pie essen und Pi aufsagen =) deshalb hab ich auch 300 Stellen gelernt, so ne kostenlose Pizza wär schon nicht schlecht … Apropos Wettbewerb, Mr. Ripley (unser Schulleiter) hat sich übrigens wegen des Mathewettbewerbes beschwert und jetzt ist Vienna doch offiziell Gewinner.

 

Hatte ich eigentlich jemals erwähnt, dass ich jetzt doch so nen Klassenring bestellt hatte? Am Samstag konnte ich ihn endlich abholen und der ist einfach mal so kuhl! Mein Geburtsstein (lila) ist oben drauf, drum rum steht „Vienna High“ (meine Schule), auf der einen Seite ist „2009“ (das Abschlussjahr meiner Klasse) und ein Adler (Schulmaskottchen), auf der anderen Seite steht „Josi“ (mein Name), dann ist da ein Wappen mit den Farben Schwarz und Gelb (Schulfarben) und
ein Bild von nem geflügelten Schuh (Zeichen für Leichtathletik und Cross Country) … womit ich auch schon beim Highlight des Tages wäre: Ich hab endlich Stabhochsprung gemacht!! Das macht so unglaublich viel Spaß, ich kanns kaum erwarten morgen wieder zu üben. Heute früh hatten wir vor der Schule Training (morgens um 7, da musste nicht jeder hin, nur, wer mal wann anders n Training verpasst hatte (wie ich Montag und Dienstag) oder wer wollte (ich wär eh gegangen)) und nach der Schule nochmal normal für alle. Früh morgens hat Mr. Martin mir die Technik gezeigt und dann bin ich jedes Mal n bissl höher gekommen. Nachmittags hatten wir n leichtes Training – Erwärmung, ne Meile auf Zeit rennen, dehnen und fertig – und waren schon halb 5 fertig, also hab ich mir nen Stab geholt und noch ne halbe Stunde geübt (mit Erlaubnis natürlich, Mr. Martin ist noch dageblieben und hat mir paar Tipps gegeben), es ist so genial! Je weiter oben man den Stab anfasst, desto höher kommt man (ist ja klar), aber desto stärker muss man natürlich auch abspringen. Da die Technik allerdings nicht so schwer ist, hat mich Coach Martin immer wieder ermutigt, höher zu gehen, und so waren meine Hände heut Nachmittag schon nen knappen halben Meter weiter oben am Stab als noch am morgen. Gerade regnet es, aber ich hoffe, dass es morgen früh aufgehört hat, denn sonst haben wir kein Training und ich verpass schon die gesamte nächste Woche … Wir bleiben jetzt doch länger als vorerst geplant, Las Vegas ist so riesig und da reichen schon 6 Tage fast nicht, aber für Drei braucht man gar nicht erst hinzufahren. Mom, Ken und Regina holen uns drei Mädels Samstag früh vor halb sieben vom Lock-In ab, dann gehen wir frühstücken und los geht’s. Deshalb muss auch heute schon soweit alles gepackt sein … also ich mach mich an die Arbeit mit meinem Pi-Day-T-Shirt!
6.5.08 15:21


11.03.08

Ein Tag schulfrei – aber zur Ausnahme mal nicht wegen des Wetters. Wir hatten ein AYUSA-Treffen in Jefferson City (Missouris Hauptstadt) und alle Austauschschüler, die wollten, konnten daran teilnehmen. Ich bin ja eigentlich so gut wie jedes Wochenende in Jeff, aber eigentlich nur im Einkaufszentrum und Kino. Schon Freitagabend sollten wir anreisen, dann war eine Übernachtung geplant und dann volles Programm am Dienstag von halb 8 an. Allerdings fand Freitagnachmittag ein Mathewettbewerb in Viburnum für alle Schulen im Umkreis statt und meine Mathelehrerin Mrs. Starr wollte unbedingt, dass ich daran teilnehme. Wir Teilnehmer hatten alle schon ne halbe Stunde eher Schulschluss und sind mit nem Schulbus nach Viburnum gefahren. Genau 10 Minuten vor Beginn waren wir dort. Es gab 12 verschiedene Kategorien und vier Räumen, sodass in jedem Raum drei Wettbewerbe stattfanden, jeweils ne halbe Stunde mit 10 Minuten Pause dazwischen. Ich war in Trigonometrie und Taschenrechner. Eigentlich fahren die Lehrer auch mit dem Schulbus, sodass Schüler und Lehrer zusammen sind, aber da ich ja zu dem AYUSA-Treffen wollte, ist Mrs. Starr mit dem Auto hingefahren und sobald ich fertig war, hat sie mich nach Vienna gebracht. Dort hat Mom schon gewartet, die dann mein Chauffeur nach Jeff war … Mrs. Starr meinte, sie hätte mich auch den ganzen Weg gefahren, wenn mom keine Zeit gehabt hätte, das war echt nett. Jedenfalls sind alle anderen noch so ne Dreiviertelstunde nach dem Ende geblieben und dann war schon alles ausgewertet … Ich war natürlich nicht mehr da, aber Cole hat mir ne sms geschrieben, dass ich in Trig gewonnen und in Taschenrechner den 2. Platz hab =) Da hab ich jez sogar zwei Medaillen, die Jeane für mich nach Hause gebracht hat. Heute morgen wurde mir erzählt, dass es in dem Taschenrechnerteil 4 Leute mit gleicher Punktzahl gab, aber statt jedem ne Goldmedaille und die entsprechenden Punkte fürs Team zu geben, wurden Lose gezogen … Total dämlich! Denn Vienna hätte in der Gesamtwertung gewonnen, wenn Cole und mein Name als die ersten beiden gezogen worden wären, aber so sind wir nun offiziell zweiter und vierter Platz. Na egal, ist ja nun auch nicht der Weltuntergang … In Jeff haben wir uns dann mit Teri (der AYUSA-Frau) und den ganzen anderen Austauschschülern getroffen, die schon ihre Zimmer bezogen und den Nachmittag in der Einkaufsmeile verbracht hatten (egal, da bin ich ja eh ziemlich oft). Erst hab ich Angie getroffen und wir haben uns total gefreut uns wiederzusehen (das Mädel, was ich immer mal bei Cross Country Wettkämpfen und bei dem einen Basketballspiel getroffen hatte) und dann seh ich plötzlich Laurine, wir haben uns sooo gefreut uns wiederzusehen, das ging gar nicht! Laurine ist so ne Deutsche, die bis zu ihrem 6. Lebensjahr in Frankreich gelebt hat und so deutsch und französisch (und jetzt halt noch englisch) fließend spricht und wir kennen uns von den ersten drei Tagen in New York, dort hatten wir die ganze Zeit alles Mögliche zusammen gemacht. Es ist praktisch so: Es gibt eine Person von AYUSA, die für Missouri und noch ein paar andere Staaten ringsrum zuständig ist. Und dann ist dieses Gebiet noch mal in kleinere Bereiche eingeteilt, ich bin im „Südostmissouri“-Bereich und jeder Bereich hat noch mal eine AYUSA-Person („Local Manager“ genannt), bei uns ist das Teri, die jeden Austauschschüler in ihrem Gebiet persönlich kennt (Teri hat 30 Leute – zumindest hatte, bevor sie welche nach Hause schicken musste&hellip und ab und an mal ein Treffen veranstaltet. Teri ist auch unsere erste Ansprechperson, wenn wir Probleme mit unseren Gastfamilien haben oder was auch immer. Dieses Treffen jetzt in Jeff war für die Teri-Gruppe, also unseren Bereich, und außerdem den „Südwestmissouri“-Bereich, der einen anderen „Local  Manager“ hat. Und Laurine ist halt in diesem anderen Bereich, deshalb sehen wir uns nicht so besonders oft und das war schon ne tolle Überraschung. Insgesamt waren wir knapp 30 Leute.

Inzwischen redet keiner mehr in seiner Muttersprache … ein paar Leute waren in unserem Zimmer und sind dann nach und nach gegangen, am Ende waren wir 4 deutsche Mädels und niemand weiter, aber wir haben trotzdem englisch gesprochen, das ist so normal inzwischen. Samstag morgen gegen 6 mussten wir schon aufstehen (und hatten so nur bissl mehr als 4 Stunden Schlaf), denn um 7 gabs Frühstück und dann gings los. Zuerst sind wir zum Capitol, dem Regierungsgebäude von Missouri, und dort waren wir auch ne ganze Weile. Wir haben eine kleine Führung bekommen und dann mit den beiden Repräsentanten (2 der wichtigsten Politiker) von Missouri gesprochen. Um 10 sollte eine Sitzung stattfinden, so konnten wir noch schnell ein Gruppenphoto im Parlamentssaal schießen und dann kamen auch schon die ersten wichtigen Leute rein … Das war jedenfalls total anders, als ich mir es vorgestellt hätte … in Deutschland ist es doch eigentlich so, dass alle Abgeordneten in ihrem Stuhl sitzen, die wichtigsten Leute nacheinander nach vorne gehen und sprechen und dann auch immer mal über etwas abgestimmt wird … so hatte ich mir das eigentlich vorgestellt. So war es dann allerdings: Eine Glocke wird dreimal mit gewissen Zeitabständen geklingelt, damit die Abgeordneten wissen, dass demnächst die Sitzung startet. Eröffnet wird mit einem Gebet und „Pledge of Allegiance“ (Dafür drehen sich alle zur amerikanischen Flagge; früher (wie wir es auch eigentlich in English über Amerika gelernt hatten) wurde jeder Schultag mit „Pledge of Allegiance“ gestartet, aber inzwischen ist das nicht mehr so, selbst Teri war überrascht, dass die das in der Regierung noch so machen) und dann werden erstmal alle „Special Guests“ vorgestellt … war waren auch welche^^ das hat sich hingezogen, ich hab mich gefragt, ob die jeden Tag so viele speziellen Gäste haben … Eigentlich hört vielleicht die Hälfte aller Anwesenden zu. Die meisten laufen herum, unterhalten sich … es ist nich wie bei uns im Bundestag, sondern der Raum ist wie ein großer, rechteckiger Saal mit Tischen und jeder Politiker hat seinen eigenen Stuhl und Tisch. Nachdem wir vorgestellt worden waren (nicht jeder mit Namen, sondern als Gruppe natürlich) sind wir auf eine der Gästetribünen gegangen und haben uns das Ganze von oben angeschaut und ganz ehrlich, mich hat das ziemlich stark an einen Klassenraum mit unaufmerksamen Schülern erinnert … Wenige schauen nach vorn und passen auf, die meisten drehen sich um und quatschen mit ihrem Hintermann, sind nicht mal an ihrem eigenen Platz oder laufen in der Gegend herum. Und nicht unwesentlich viele schwänzen und sind gleich mal gar nicht da … Nachdem alle Gäste vorgestellt sind und es eigentlich richtig losgeht, werden alle Anwesenden ein weiteres Mal gebeten, sich an ihre Plätze zu begeben und ihre Gespräche im Flüsterton zu halten und dann sprechen verschiedene Leute über irgendwelche Themen, die halt besprochen werden müssen. Dazu gehen sie allerdings nicht nach vorn, sondern jeder hat ein Mikrophon an seinem Platz (Zwischendurch immer mal ein Aufruf für Aufmerksamkeit^^)

Rechts und links ganz vorne sind zwei große Tafeln, auf denen alle Namen der Politiker stehen. Außerdem hat jeder so einen kleinen Kasten mit drei farbigen Knöpfen auf seinem Tisch. Wenn nun über etwas Wichtiges abgestimmt werden muss, drückt jeder einen Knopf (Rot: Ja, Grün: Nein, Gelb: enthält sich) und sofort erscheint jeder Name in der jeweiligen Farbe, sodass immer gleich der Ausgang einer Abstimmung klar ist. Allerdings wird das scheinbar nur genutzt, wenn wirklich eine relevante Entscheidung getroffen werden muss, denn die Abstimmung, die wir gesehen haben, verlief folgendermaßen: „Alle, die dafür sind, rufen YEY!“ dann rufen ein paar Leute „YEY!“. „Alle, die dagegen sind, rufen NO!“ und eindeutig die Mehrheit ruft „NO!!!“ und damit war das Thema erledigt =) Nach einer halben Stunde haben wir den Saal dann allerdings verlassen, denn wir hatten ja noch ne Menge anderer Dinge zu tun. Unter anderem sind wir oben aufs Capitol gestiegen, da konnte man auch raus und hatte ne ziemlich gute Aussicht.

Einen Raum haben wir uns angeschaut, den fand ich kuhl. Ein Maler sollte die Wände so dekorieren, dass die Geschichte Missouris wiedergegeben wird und Dinge, die halt typisch für Missouri sind. Auf der gegenüberliegenden Seite der Tür sind riesige Fenster (Die Räume sind alle sehr hoch) und dazwischen nur Bilder von Kraftwerktürmen und Maispflanzen: Industrie und Landwirtschaft als Missouris wichtigste Wirtschaftsbranchen. Die anderen drei Wände gehören zusammen. Es ist wie ein langes Bild und trotzdem gibt es die Geschichte vom Beginn des Staates bis heute wieder: Sklavenhandel, Civil War (Bürgerkrieg zur Abschaffung von Sklaven), Great Depression (Weltwirtschaftskrise) … Als der Maler das fertig hatte, gefiel das den Leuten gar nicht und sie wollten es fast übermalen (für eine Zeit lang war es zumindest wirklich abgedeckt), denn eigentlich hatten sie ein Gemälde erwartet, das Heldentaten und tolle Sachen zeigt, aber der Maler hat eben wirklich die Geschichte des Landes beschrieben und es ist ihm richtig gut gelungen.

Wir waren noch in verschiedenen Büros und haben mit Leuten gesprochen und paar andre Sachen gemacht, dann sind wir zum „Supreme Court of Missouri“ (Oberster Gerichtshof von Missouri oder so) gegangen, was sich gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet, wo wir eine weitere Führung hatten und das war kuhl, wir haben so viele Fragen gestellt und der Mensch konnte die natürlich auch alle beantworten, es war echt interessant. Eigentlich gibt es dort nicht so viel zu sehen: Die Wände sind voll mit Portraits von früheren Richtern, es gibt eine Bibliothek mit so vielen Büchern, die nur nach trockenem Grundwissen über Gesetze aussehen, wie ich es noch nie gesehen hab und der Saal, wo die Gerichtsverhandlungen stattfinden. Der ist nicht allzu groß; jeder Teilbereich eines Staates hat sein eigenes Gericht und bei den Verhandlungen, die wirklich bis hierher kommen, werden keine Zeugen mehr verhört. Alle Verhandlungen sind offen und Leute können hingehen und zuhören, aber das machen für gewöhnlich nicht so viele. Vorne sitzen die sieben Richter(innen) und am Ende einer Verhandlung wird abgestimmt und so der Fall entschieden.

Das war ne ganze Menge neues Wissen für die paar Stunden und wir waren am Verhungern, sodass wir es kaum erwarten konnten, zu dem Italiener zu kommen, bei dem wir Mittag essen wollten. Das Buffet war nicht riesig, aber es war so lecker, eigentlich wollte danach jeder nur einen Mittagsschlaf halten. Daraus wurde natürlich nichts: wir sind zu so nem kleinen Museum und haben so 15 Minuten lang einen Kurzfilm über Missouris Anfänge angeschaut und sind dann zu so nem Haus, wo früher mal richtig reiche, adlige Leute gewohnt hatten. Und das beste zum Schluss: Central Diary, the best ice cream in Jeff!! Mom, Jeane und ich waren schon einmal dort gewesen, ist aber schon ne Weile her. Die haben so 40 Eissorten und wir alle durften uns 2 Sorten auf Teris Rechnung aussuchen … ich liebe ja eigentlich die typisch amerikanischen Sorten (Oreo, Chocolate Chip Cookie Teig, &hellip aber ich brauchte was Frisches, also hab ich Limette und Himbeere genommen. Auf dem Heimweg waren wir alle ziemlich kaputt, aber wir hatten so viel Spaß und wir freuen uns schon riesig auf das nächste große Treffen für uns alle, was in St. Louis stattfinden wird.

 

Worauf ich mich allerdings erstmal noch viel mehr freue ist nächstes Wochenende, denn da geht es nach Las Vegas. Ken und Regina laden uns (Mom, Sarah, Jeane und mich) ein, mieten ein gigantisch Auto mit 15 Sitzen (also genügend Platz für alle), kümmern sich um Verpflegung auf der Fahrt, Unterkunft, Karten für das „Phantom der Oper“, Dinge, die wir sonst noch so machen … Wieso eigentlich Wochenende, wir kommen erst Donnerstagabend wieder heim! Auf dem hinweg werden wir uns den größten Damm der USA anschauen und als ob das ganze Las Vegas Erlebnis nicht schon genug wäre, machen wir auf dem Rückweg noch beim Grand Canyon halt! Und das einzige, wofür wir eigentlich selber bezahlen müssen, ist – ist ja klar – Mitbringsel und Andenken und Essen, bis auf einen Abend, wenn wir zum Phantom der Oper gehen und dafür alle ganz schick aussehen werden, laden und Ken und Regina noch in ein 5-Sterne-Restaurant ein. Das wird so genial, Jeane und ich laufen nur noch herum und singen „Noch 3 Tage, noch 3 Tage!“ =)

13.3.08 18:55


09.03.08

Und das Wochenende schon wieder (viel zu schnell) vorbei … die letzten Woche war eigentlich nicht so spannend. Wir haben jetzt jeden Tag Leichtathletik und ich kann mich immer noch nicht so ganz entscheiden, was ich nun genau machen möchte, aber Mr. Martin meinte, das ist okay und ich hab ja auch noch bissl Zeit … den ersten Wettkampf verpass ich eh, der ist am 17. März und da sind wir mit Ken und Regina in Las Vegas. Ich war vorhin bei Ken und Regina und wir haben uns Fotos von Vegas im Internet angeschaut … Wir könnens kaum erwarten^^

Am Freitag hab ich übrigens mit ein paar Freunden „10000 B.C.“ geguckt, der läuft ja bei euch auch demnächst an – kann ich nur ganz dolle empfehlen! Under Englischlehrer (der Filmspezialist) meinte, dass die Vorschau aussieht, als wäre das der größte Schrott, aber da hab ich ihm gleich widersprochen und dann sind wir ja gleich am ersten Tag, an dem der Film gezeigt wurde, ins Kino und meine Meinung hat sich bestätigt^^ - finde ich zumindest.

Vorhin haben wir unsere Osterkörbe dekoriert … Jeder hat seinen eignen Korb im Zimmer, voll mit Süßigkeiten =)

13.3.08 18:54


02.03.08

02.03.08

 

Der Tanzabend vorgestern war soo kuhl! Keine Ahnung, was ich groß schreiben soll, da lief halt Musik und wir haben getanzt, aber es waren richtig viele Leute da und es war einfach genial! Natürlich hatten die meisten Leute (vor allem die Mädels, ich auch) Leichtathletik nach der Schule geschwänzt, um genügend Zeit zu haben, sich fertig zu machen^^ Oscar war bis um fünf bei uns und hat unsere Haare gemacht … apropos, eigentlich wollte ich schon seit ungefähr ner Woche meine Haare färben, denn das ist mal wieder dringend nötig, aber ich hatte erst immer vergessen Farbe zu holen und dann keine Zeit ... Gestern (Samstag) hatte ich nun endlich mal Zeit. Ich hatte vom Vorabend noch Haarspray drinne, wollte aber meine Haare nicht waschen, also hab ichs nur rausgekämmt und Mom meinte so „Na hoffentlich reagiert das Haarspray nicht mit der Farbe und dann hast du lila Haare oder so“ – „Pff so ein Quatsch“, dachte ich mir, aber als ich fertig war, hatte ich nicht die schöne, warme Milchkaffeefarbe wie auf dem Bild, sondern wirklich einen Lilaschimmer!! Zum Glück konnte ich mich noch dran erinnern, dass man Salz als Trick 17 für alles Mögliche verwenden kann, also hab ich meine Haare mit Salzwasser gewaschen und so etwas ausgeblichen … jetzt ist es ne Mischung aus Vollmilchschokoladenbraun und Bitterschokoladenbraun und gefällt mir eigentlich ganz gut.

Wir waren vorhin bei der dritten und letzten Aufführung von dem Theaterstück in Linn, bei dem Jeane eine der Hauptrollen hatte. Es war echt gut und vor allem lustig. Jeane hat ein junges Mädel im zweiten Weltkrieg gespielt, das Briefe mit einem Soldaten schreibt, allerdings unter dem Namen ihrer älteren Schwester. Nun kommt der Soldat sie besuchen – als Überraschung – und will die Schwester heiraten, aber die weiß natürlich gar nicht, wer das ist und ist darüber hinaus selbst noch mit jemandem anders verlobt … Jeane und Mom (die sie ja immer fahren musste) hatten auch ziemlich viel Spaß bei den Proben, sind jedoch trotzdem froh, dass es jetzt vorbei ist, denn nach Linn fährt man fast ne Stunde und die letzten beiden Wochen war jeden Tag Probe und die beiden waren nie vor halb 11 zu Hause.

10.3.08 18:54


26.02.08

Wir hatten gerade mal wieder ein AYUSA-Treffen … Teri, die Mitarbeiterin der Austauschorganisation, die für uns Schüler in Vienna, Rolla und Umgebung zuständig ist, möchte jetzt jeden Monat ein Treffen in Kleingruppen veranstalten, sodass sie uns sieht und mit uns sprechen kann. Allerdings nur in Kleingruppen von 6-8 Leuten, denn ihr Bereich ist ziemlich groß und so müssen nicht alle zu demselben Ort fahren, der für einige vielleicht ne Stunde Weg bedeuten würde. Wir sind die Rolla-Gruppe und sind sieben Leute, vier aus Vienna, zwei aus Rolla und keine Ahnung woher die eine ist. Wir kannten uns alle schon von vorherigen Treffen und ich war überrascht, dass ich mich sogar noch an die meisten Namen erinnern konnte.  Wir waren Essen und haben uns unterhalten, dann natürlich mal wieder die Regeln wiederholt (&hellip aber Teri meinte, sie hat schon drei Leute nach Hause geschickt und einen in eine andere Region. Sam war eine deutsche Austauschschülerin, mit der ich mich auch ziemlich gut verstanden hatte … Die war bei irgendner Party, wo sie laut AYUSA-Regeln nicht sein sollte, hat getrunken und irgendjemand muss ihr noch was anderes ins Glas getan haben, denn sie hatte ne Alkoholvergiftung und war die ganze Nacht im Krankenhaus. Für einige Stunden konnten die Ärzte nicht mal sagen, ob sie überhaupt überleben würde. Na ja sobald es ihr besser ging, musste sie natürlich nach Hause … Dann findet demnächst noch so ne Zweitagesreise nach Jefferson City statt, an der man teilnehmen kann, was ich wahrscheinlich machen werde. Und dann noch was ganz Dämliches: Irgendwann letztes Jahr im November sollten wir mal eine Präsentation über unser Heimatland machen und unser Heimatland vor einer Gruppe (zum Beispiel einer Klasse in der Schule) vorstellen. Allerdings hat da nie nochmal jemand etwas drüber gesagt, also hat es so gut wie keiner gemacht … und jetzt meinte Teri so, sie hat es nicht vergessen und zum nächsten Treffen (in ungefähr nem Monat) muss jeder ein Blatt Papier mitbringen, auf dem ein Foto von unserem Vortrag drauf ist und wir schreiben, über was wir gesprochen haben … na prima, als ob ich nichts zu tun hätte … =)

10.3.08 18:49


24.02.08

Na prima, Zickenterror! Na gut, irgendwann mussten wir uns mal streiten, ich meine drei Mädels in dem Alter unter einem Dach, das kann nicht immer so harmonisch verlaufen, aber trotzdem. Eigentlich wollten Sarah, Jeane und ich schon letztes Wochenende ins Kino und Step Up II ansehen. Wir wollten Samstag gehen, denn Sonntag hatte ich schon was mit Freunden ausgemacht (Montag war frei), aber dann war eine von Sarahs Freundinnen hier und Sarah hatte keine Zeit mehr. Also wollten wir Montagnachmittag gehen, aber das ging dann auch irgendwie nicht und als mich Lorrie und Elaina dann diese Woche gefragt haben, ob ich Freitag mit ihnen gehen will, hab ich natürlich ja gesagt. Als ich Mom gefragt hab, war Sarah auch gleich ganz happy und meinte, dass sie ja dann auch mit ihren Freunden gehen kann und so … und jetzt plötzlich ist sie sauer auf mich und meinte, erst verspreche ich es ihr und dann gehe ich doch mit Freunden … als ob es mein Fehler wär, dass sie zweimal abgesagt und nie einen anderen Tag vorgeschlagen hat. Da kamen noch ein paar andere Dinge zusammen gestern und plötzlich schreit sie mich an und ich frag mich, was eigentlich los ist. Und ich war gestern Nachmittag nochmal bei nem Basketballspiel, denn das war das letzte Spiel der Saison, und in der Zwischenzeit hat Sarah Mom ihre ganze Version der Geschichte erzählt und Mom war komisch zu mir, aber hat mich nicht mal nach meiner Meinung gefragt. Da hatte ich gleich mal gar keine Lust mehr, gestern Abend mit Mom, Sarah, Jeane, Ken und Regina wegzugehen, aber es war dann schon ganz lustig. Auf dem Heimweg hat Mom unsern Streit mit nem „Streit von Fünfjährigen über ein Spielzeug“ verglichen und vorgeschlagen, dass wir es ja wenigstens mal klären können und so vertragen wir uns jetzt offiziell wieder, aber keine Ahnung, es ist immer noch bissl komisch. Ich wird Sarah jedenfalls um keinen Gefallen mehr bitten und ihr nochmal einen Grund geben, mir zu erzählen wie viel sie doch für mich macht (was überhaupt nicht stimmt) und wenn ich jemanden brauche, um mich irgendwo hinzufahren, rufe ich halt Freunde an …

10.3.08 14:14


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